Absage der Antikenfestspiele "eine Bankrotterklärung"

Trier · Von „Sinnvoll“ bis „Bankrotterklärung“: So reagieren die Trierer Stadtrats-Fraktionen auf die Absage der Antikenfestspiele 2009.

 Berti Adams, CDU. TV-Foto: Archiv/Roland Morgen

Berti Adams, CDU. TV-Foto: Archiv/Roland Morgen

 Manfred Maximini. TV-Foto: Roland Morgen

Manfred Maximini. TV-Foto: Roland Morgen

 Triers FDP-Chef Thomas Egger. TV-Foto: Roland Morgen

Triers FDP-Chef Thomas Egger. TV-Foto: Roland Morgen

 Vertritt die Trierer SPD künftig nicht mehr im Landesparteirat: Peter Spang (TV-Archivfoto: privat)

Vertritt die Trierer SPD künftig nicht mehr im Landesparteirat: Peter Spang (TV-Archivfoto: privat)

Foto: privat

Bertrand Adams (CDU-Fraktionschef): „Das war eine mutige und sinnvolle Entscheidung. Jetzt geht es darum, in aller Ruhe für 2010 ,was Richtiges’ auf die Beine zu stellen. Nach den vielen Störfeuern, unter anderem von der Industrie- und Handelskammer, hätten die Antikenfestspiele 2009 unter einem schlechten Stern gestanden.“










Peter Spang (Kulturpolitischer Sprecher SPD):
„Das ist eine Bankrotterklärung des Kulturdezernenten. Die durch sein Missmanagement erzwungene Denkpause muss dazu genutzt werden, für 2010 Festspiele vorzubereiten. Ein provinzielles Programm – wie für 2009 angedacht – darf es zukünftig nicht geben, will man nicht auch noch den letzten Sponsoren verprellen. Für die nächste Stadtratssitzung am 16. Dezember beantragt die SPD eine Aussprache zur Absage der Antikenfestspiele 2009.“

Manfred Maximini (UBM-Fraktionschef): „Wir haben bereits im vergangenen Sommer angeregt, 2009 mit den Festspielen auszusetzen und sich mit ganzer Kraft auf 2010 zu konzentrieren und für eine qualitative und finanzielle Absicherung zu sorgen. Die jetzige Absage kommt leider etwas spät, weil die Werbung bereits angelaufen ist.“

Thomas Egger (FDP-Fraktionschef): „Die Antikenfestspiele könnten ein ausgezeichnetes Produkt mit großer Strahlkraft für Trier sein – wenn man sie denn richtig macht. Die Absage eröffnet die Chance, 2010 und in den Folgejahren Highlights zu setzen. Unserer Meinung nach sollten dabei die Festspiele nicht vom Theater abgekoppelt werden.“



Gerd Dahm (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen): „Wir haben es hier mit dem extrem peinlichen Resultat eines mittlerweile ein Jahr andauernden ‚Rumgeeieres’ des Kulturdezernenten zu tun, dem es offenkundig an Verve und Begeisterung für die Festspiele fehlt. Er muss sich nun überlegen, ob er seinen Hut nimmt oder endlich seine Arbeit richtig macht. Wir fordern, dass am 1. März 2009 ein schlüssiges Konzept für die Antikenfestspiele 2010 vorliegt.“

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