Achim Nehrenberg geht für SPD und Grüne ins Rennen ums Bürgermeisteramt in Wittlich

Achim Nehrenberg geht für SPD und Grüne ins Rennen ums Bürgermeisteramt in Wittlich

Die Mitglieder von SPD und Bündnis90/Die Grünen haben am Donnerstagabend den 41-jährigen, parteilosen Achim Nehrenberg zu ihrem gemeinsamen Kandidaten für die Wahl um das Wittlicher Bürgermeisteramt gekürt.

(sos) Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde, in der sich der bereits von den beiden Parteivorständen einstimmig als Kandidat vorbeschlossene Achim Nehrenberg den Fragen der insgesamt rund 70 Zuhörer, darunter viele Nicht-Parteimitglieder als interessierte Gäste, stellte, schenken ihm die Mitglieder von SPD und Grünen in getrennten Versammlungen ihr Vertrauen.

Von zehn wahlberechtigten Grünen stimmten neun für Nehrenberg bei einer Enthaltung. Bei der SPD war die Situation eine andere, weil als zweiter Bewerber auch Parteimitglied Stephan Henkel ins Rennen ging. Er hatte in der SPD-Versammlung Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Dort stimmten dann von 27 Wahlberechtigte bei einer ungültigen Stimme 22 für Nehrenberg und vier für Stephan Henkel.

Der unterlegene Stephan Henkel kündigte an, sich künftig weiter als unabhängiger Kandidat um das Bürgermeisteramt zu bewerben. Im 32-köpfigen Wittlicher Stadtrat haben SPD und Grüne derzeit zusammen zwölf Sitze, davon neun die SPD und die Grünen drei.

Mit dem nun offiziell gekürten gemeinsamen, „rot-grünen“ Kandidaten werde man die Wahl gewinnen, sagte Fraktionsvorsitzender Jochim Gerke. Nachdem die Entscheidung gefallen war, bedankte sich der derzeit als Leiter der Tourismusinformation Traben-Trarbach arbeitende gebürtige Münstermaifelder für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und sagte: "Ich freue mich auf einen interessanten Wahlkampf und bin gespannt auf die nächsten Wochen."

Ab seiner Kandidatenkür hat er , wie Dieter Burgard ausrechnete, jetzt noch 87 Tage Zeit, auch um sich in Wittlich bekannt zu machen. Die SPD-Vorsitzende Erika Werner hatte den 41-Jährigen im Dezember 2008 gefragt, ob er als Kandidat zur Verfügung stehen wolle. Ute Hahn, Grüne, erklärte, er vertrete überzeugend das von den beiden Parteien erwünschte Persönlichkeitsprofil.