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Affäre beim Kampfmittelräumdienst weitet sich aus

Kriminalität : Affäre beim Kampfmittelräumdienst weitet sich aus

Neue Vorwürfe gegen den Kampfmittelräumdienst des Landes: Inzwischen ermitteln Trierer und Koblenzer Staatsanwälte gegen insgesamt sechs aktive und drei ehemalige Bombenentschärfer.

(sey) Die von unserer Zeitung am Donnerstag enthüllte Affäre beim rheinland-pfälzischen Kampfmittelräumdienstes weitet sich aus. Nach einer Mitteilung der Koblenzer Staatsanwaltschaft wird jetzt gegen vier weitere Bombenentschärfer wegen möglicher Verstöße gegen das Waffengesetz ermittelt. Damit ermittelt allein Koblenz inzwischen gegen fünf aktive und drei ehemalige Kampfmittelräumer. Gegen einen weiteren Bombenentschärfer ermittelt die Staatsanwltschaft Trier (der TV berichtete). Hintergrund der Vorwürfe ist der mögliche illegale Besitz und Handel mit Fundstücken aus dem Bestand des Kampfmittelräumdienstes. Ein 53-jähriger Beschuldigter soll einem 29-Jährigen aus der Region Trier sogar ein Panzerfaustrohr überlassen haben.

Der Landes-Kampfmittelräumdienst hat in Koblenz und Worms insgesamt 15 Mitarbeiter.