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Annalena Baerbock: Keine Atomwaffen mehr in der Eifel

Militär : Grünen-Spitzenkandidatin will Eifel atomwaffenfrei machen

In der Eifel sollen künftig keine Atomwaffen mehr gelagert werden. Dafür will sich Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Baerbock einsetzen. Jetzt hat sie gesagt, wie sie dieses Ziel erreichen will.

Die grüne Spitzenkanzlerkandidatin Annalena Baerbock will bei einem Wahlsieg auf einen Abzug der US-Atombomben aus dem Eifelort Büchel dringen. Eine neue Bundesregierung müsse mit Blick auf die Abrüstungsverhandlungen zwischen den USA und Russland deutlich machen, dass auch die amerikanischen Atomwaffen in Deutschland Teil dieser Abrüstung sein müssten, sagte Baerbock am Montagabend in der ARD-Wahlarena.

Baerbock in der ARD-Wahlarena: Atombomben-Abrüstung in der Eifel

Auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern Schätzungen zufolge noch etwa 20 Atombomben, die im Ernstfall von Kampfjets der Bundeswehr abgeworfen werden sollen. Schon vor 25 Jahren, im Juni 1996, gab es die ersten Demonstrationen dagegen. Erst am vergangenen Wochenende hatten mehrere hundert Menschen in Büchel gegen Atomwaffen demonstriert.

Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel

Nach offiziell unbestätigten Informationen gelten die in Büchel gelagerten Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato. Offiziell wird das aber weder von deutscher noch von US-Seite bestätigt.

Ende Juli hatten die USA und Russland neue Abrüstungsgespräche aufgenommen, die zuvor bei einem Gipfel von US-Präsident Joe Biden und dem russischen Staatschef Wladimir Putin vereinbart worden waren.