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Antenne West droht Lizenz-Entzug

Antenne West droht Lizenz-Entzug

Dem finanziell angeschlagenen und seit Tagen abgeschalteten Trierer Radio- und Fernsehsender Antenne West droht der Lizenz-Entzug. Eine von der Medienaufsichtsbehörde gesetzte Frist läuft am Montag ab.

Für das unlängst von Antenne West-Chef Sven Herzog auf der Internet-Seite des Senders angekündigte Comeback bleibt nicht mehr viel Zeit. Am kommenden Montag läuft eine Frist ab, die die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) gesetzt hat. Bis dahin solle Herzog der LMK Bankunterlagen und ein Konzept eingereicht haben, sagte am Mittwoch LMK-Abteilungsleiter Rolf Platho auf TV-Anfrage. „Wenn da nichts ist, läuft alles auf einen Lizenz-Entzug raus.“

Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass die Aufsichtsbehörde die finanzielle Potenz des Senders überprüft. Weil Antenne West zuletzt laut LMK die Rechnungen des Rundfunk-Dienstleisters Media Broadcast nicht mehr gezahlt hatte, sind die Programme seit vergangener Woche nicht mehr zu empfangen. Schriftlich kündigte Sven Herzog allerdings für diese Woche ein beabsichtigtes Comeback an.

Bis dato gibt es aber offenbar keine Einigung mit dem für die Übertragung zuständigen Rundfunk-Dienstleister Media Broadcast. Auf den Antenne West-Radiofrequenzen ist nach wie vor nur Rauschen zu hören, auf der Fernseh-Frequenz flimmert ein Testbild.

Sven Herzog ist telefonisch nach wie vor nicht erreichbar. Auch unter der Rufnummer des Trierer Senders hebt niemand ab.
Würden Antenne West die Sende-Lizenzen entzogen, werden sie laut LMK-Sprecher Rolf Platho erneut ausgeschrieben. Mit einer Neuvergabe sei nicht vor Sommer nächsten Jahres zu rechnen.