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Antenne-West-Geschäftsführer will nicht aufgeben

Trier. Antenne-West-Geschäftsführer Sven Herzog hat sich erstmals, seitdem der Radio- und Fernsehsender nicht mehr zu empfangen ist, auf der Internetseite des Senders zu Wort gemeldet. In einem Schreiben an die Hörer kündigt er die baldige Inbetriebnahme der Hauptsender an.

(cmk/sey) Die Zukunft des finanziell angeschlagenen privaten Trierer Senders Antenne West ist weiter ungewiss. Allerdings hat sich Sender-Chef Sven Herzog nach fünf Tagen Radio- und vier Tagen Fernseh-Sendepause (der TV berichtete mehrfach) zum derzeitigen "Sendeausfall" geäußert. Als Gründe für die Krise nennt er ein "absolutes Rekordtief" bei den Werbeeinnahmen. Daraus zieht er die Konsequenz, dass Antenne West "die vorhandene Kostenstruktur mit 11 UKW Sendern nicht länger aufrechterhalten" könne.

Im gleichen Atemzug kündigt der Sender-Chef jedoch an, dass er nicht ganz aufgeben will. Auf vier Frequenzen soll Antenne West laut Herzog so schnell wie möglich wieder auf Sendung gehen. Darunter gehören die Frequenzen in Trier, Trier-Wittlich, Trier-Luxemburg und Konz-Saarburg. Andere Sendefrequenzen im ländlichen Raum der Region Trier sollen hingegen weiterhin abgeschaltet bleiben.

Herzog hatte den Rundfunksender - damals hieß er Radio 22 - kurz nach seiner Pleite mit einem Telekommunikationsunternehmen 2001 gegründet. Vier Jahre später ging auch der zunächst nur in den regionalen Kabelhaushalten zu empfangende Fernseh-Ableger an den Start. Zuletzt häuften sich Meldungen über finanzielle Engpässe. Seit Mittwochnachmittag ist auf der Antenne West-Radiofrequenz nur noch Rauschen zu hören, seit Donnerstag läuft auf der Fernsehfrequenz ein Testbild.