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Arbeiten in Luxemburg: Corona - Das müssen Pendler nun wissen

Kostenpflichtiger Inhalt: Coronavirus : Das müssen Pendler nun wissen - Die sechs wichtigsten Fragen und Antworten

Auch viele Grenzgänger sind wegen der Ausbreitung des Coronavirus verunsichert. Das luxemburgische Gesundheitsministerium beantwortet daher die wichtigsten Fragen, was Pendler nun wissen müssen.

Ein Grenzgänger weist typische Symptome einer Infektion auf, wie zum Beispiel Husten oder Fieber. Was muss er tun? An wen soll er sich wenden?

Der Grenzgänger muss sich sowohl an die luxemburgische Gesundheitsbehörde (Hotline 8002 8080) als auch an die zuständige Behörde seines Wohnsitzlandes wenden. In Deutschland ist das die zentrale Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117.

Ist der Grenzgänger, der von der nationalen Behörde seines Wohnsitzlandes unter Quarantäne gestellt wird, vor einer Entlassung geschützt?

Ja, Grenzgänger mit Wohnsitz in Frankreich, Belgien oder Deutschland, die in ihrem Wohnsitzland unter Quarantäne gestellt werden, erhalten von ihrer zuständigen nationalen Behörde eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit. Diese gewährt den gleichen Schutz wie die von der zuständigen luxemburgischen Behörde ausgestellte Bescheinigung oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Wird diese Bescheinigung von der Nationalen Gesundheitskasse (CNS) in Luxemburg und dem Arbeitgeber akzeptiert?

Ja.

Ein Grenzgänger verrichtet bereits Telearbeit von seinem Wohnsitzland aus, wird aber in Kürze die im Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Luxemburg und seinem Wohnsitzland vorgesehene Höchstzahl an Telearbeitstagen erreichen. Hat er noch Recht auf Telearbeit, wenn sein Arbeitgeber dies verlangt?

Diesbezügliche Beschränkungen stellen kein Arbeitsverbot im Wohnsitzland dar. Grundsätzlich kann diese Anzahl überschritten werden, allerdings wird der Grenzgänger je nach Lage des Falles, in seinem Wohnsitzland dann für sämtliche Tage der Telearbeit besteuert.

Können Grenzgänger aus Angst vor dem Coronavirus Telearbeit bei ihrem Arbeitgeber beantragen?

Ja‚ der Arbeitgeber ist jedoch nicht verpflichtet, diesem Antrag stattzugeben.

Kann sich der Grenzgänger aus Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, weigern zu arbeiten?

Nein.