1. Region

Auch Trier betroffen: Runners Point schließt alle Filialen

Kostenpflichtiger Inhalt: Gleicher Konzern : Runners Point schließt alle Filialen – Wie geht es mit Foot Locker und Sidestep weiter?

Auch Trierer Geschäft verschwindet: Der Konzern nimmt die Marke Runners Point komplett vom Markt. Auch Foot Locker und Sidestep gehören zum Konzern – wie geht es mit ihnen weiter?

Der Handelskonzern Foot Locker schließt seine Laufschuhkette Runners Point und nimmt die Marke komplett vom Markt. „Alle Filialen werden geschlossen“, sagte ein Sprecher der US-Firma  auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Dies gelte auch für die Filialen in Österreich und der Schweiz.

Anfang Februar gab es in Deutschland, Österreich und der Schweiz laut Geschäftsbericht insgesamt 81 Filialen, darunter auch eine in Trier. Im Internet listet Runners Point aktuell 73 Filialen in Deutschland auf, vor allem in den alten Bundesländern und in Berlin. Die Zentrale des Filialisten hat ihren Sitz in Recklinghausen mit 170 Beschäftigten.

Die Gewerkschaft Verdi hat keine weiteren Informationen zu den Schließungen. Laut Gewerkschaftssekretär Alex Sauer von Verdi Saar-Trier ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad unter den Mitarbeitern „sehr gering“. So habe es bislang lediglich individuelle Beratung zur Auflösung von Arbeitsverträgen an den regionalen Standorten wie Trier gegeben.

Rechtsanwalt Jürgen Graser, der in Recklinghausen zwei Runners-Point-Betriebsräte vertritt, schätzt die Zahl der in den Filialen betroffenen Mitarbeiter auf rund 700. „Wir rechnen damit, was die Stores betrifft, dass die Tätigkeit sobald wie möglich eingestellt wird“, sagte er der dpa.

Foot Locker nannte keine genauen Gründe für die Pläne, sprach aber von einer vorangegangenen „Bewertung unserer Geschäftstätigkeit und der Wettbewerbslandschaft in Deutschland über den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate“. Mit den Marken Foot Locker und Sidestep werde man auch in Zukunft für die Kunden da sein. Diese Ketten sind mit jeweils  einer Filiale in Trier präsent.

Die Runners-Point-Mitarbeiter seien am Freitag informiert worden, so der Sprecher weiter. „Jetzt geht es in den Dialog mit den Sozialpartnern über einen Interessenausgleich.“

Laut Graser sollen die Filialen der Foot-Locker-Tochter Sidestep künftig von der Foot-Locker-Europa-Zentrale in den Niederlanden aus geleitet werden. In Sidestep-Läden werden Bekleidung und Schuhe verkauft. Laut Foot-Locker-Geschäftsbericht gibt es 77 Sidestep-Läden in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz.

(dpa)