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Automobilzulieferer kündigt 59 Beschäftigen

Automobilzulieferer kündigt 59 Beschäftigen

Der Automobilzulieferer Bharat Forge hat eine Abteilung seines Werks in Daun geschlossen. Konsequenz für 59 Beschäftigte: Sie verlieren ihren Arbeitsplatz, Auszubildende sind davon aber nicht betroffen. Künftig wird das Werk noch rund 90 Mitarbeiter haben.

(sts) Die Werksleitung und der Betriebsrat haben heute gemeinsam über die Ergebnisse der Sozialplanverhandlungen informiert. Die Mitarbeiter, die ihren Job verlieren, bekommen ihr Gehalt bis zum Ende der jeweiligen Kündigungsfrist und eine Abfindung. Das gilt auch für die, die während der Kündigungsfrist eine neue Arbeit finden.

„Uns war es wichtig, die für den Sozialplan zur Verfügung stehenden Mittel gerecht auf die ausscheidenden Mitarbeiter zu verteilen“, erklärte der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Frank Häb. Geschäftsführer Martin von Werne und der Dauner Werkleiter Andreas Leif erklärten, nicht nur die derzeitige Wirtschaftskrise sei ausschlaggebend gewesen für die Entscheidung, eine Abteilung zu schließen. Von Wenne: „Auch ohne Krise wäre über den Fortbestand diskutiert worden. Schon seit längerem arbeiten andere Anbieter deutlich günstiger“.

In der Abteilung „Mechanische Bearbeitung“ werden Schmiedeteile bearbeitet und dann an die Kunden ausgeliefert. Diese kommen vor allem aus der Automobil- und Nutzfahrzeugbranche. Schon vor rund sieben Jahren war die Situation beim Dauner Werk der damaligen Firma Carl Dan. Peddinghaus angespannt: Das Mutterunternehmen mit Stammsitz im nordrhein-westfälischen Ennepetal meldete Insolvenz an, in der Niederlassung in der Eifel verloren 20 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. 2004 wurde das Dauner Werk vom indischen Schmiedekonzern Bharat Forge übernommen und 2007 unter dem Dach des Konzerns unter der Bezeichnung Bharat Forge Daun GmbH (BFD) eigenständig.