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Bauernpräsident Blum warnt vor Pessimismus

Bauernpräsident Leo Blum beim Bezirkstag in Thalfang.
Bauernpräsident Leo Blum beim Bezirkstag in Thalfang. FOTO: Ilse Rosenschild
Thalfang. Als "kritisch, aber nicht hoffnungslos" schätzte Leo Blum, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland Nassau, bei der traditionellen Bezirkstagung in Thalfang die Situation der Landwirtschaft ein. Er warnte jedoch dringend davor, die Lage schlechtzureden. In der aktuellen Krise gebe es für die Landwirtschaft auch Positives zu berichten.

(iro) Fallende Rohstoffpreise bedeuteten niedrigere Preise bei Treibstoffen und Futtermitteln. Mit Blick auf den Wegfall der Milchquote im Jahr 2015 machte er deutlich, dass sich die Landwirtschaft dem Wettbewerb auf den Märkten stellen muss.

Dennoch erwartet er Eingriffe der Politik, wenn Nahrungsmittel-Preise wegen Börsenspekulanten ins Uferlose fallen. Blum sprach nicht von direkten Interventionen, sondern von "vielen kleinen Schräubchen, an denen man drehen kann.". Etwa könne die Politik die Eroberung von ausländischen Märkten positiv begleiten.

Den unlängst im so genannten EU-Agrarkompromiss beschlossenen 350-Millionen-Euro teuren Milchfonds wertet Blum als Erfolg für die Landwirtschaft. Gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Minister Hendrik Hering will Blum sich dafür einsetzen, dass diese Gelder verstärkt in die Mittelgebirgsregionen Eifel, Hunsrück und Westerwald fließen.