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Bebauungsplan soll Rechtssicherheit bringen

Bebauungsplan soll Rechtssicherheit bringen

Heftig diskutiert haben Anlieger und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani am Dienstagnachmittag den Ausbau der Loebstraße. Die erhoffte Einigung brachte das Gespräch nicht. Jetzt soll ein Bebauungsplan Rechtsgrundlagen schaffen.

(woc) Per Bebauungsplan will sich Triers Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani Rechtssicherheit für den Ausbau der Loebstraße verschaffen. Die Straße, die durchs Gewerbegebiet Trier-Nord führt und den Stadtteil mit Trier-Ruwer verbindet, soll bei der dringend notwendigen Sanierung auf 6,50 Meter verschmälert werden, zwischen Fahrbahn und Parkplätzen ein per Grünstreifen abgetrennter Fahrradweg entstehen.

Die Interessengemeinschaft Loebstraße kritisiert beides scharf: Eine schmalere Fahrbahn behindere die LKW-Zufahrt auf die Betriebsgelände. Durch den Fahrradweg fielen dringend benötigte Parkplätze weg. Ihre Argumente hatte die IG per Gutachten belegt – und mit einer Klage gedroht, falls die Stadt nicht neu plane. Aber: „Wir haben das Gutachten prüfen lassen – es enthält keine Ergebnisse, die Auswirkung auf unser Planungen haben müssten“, erklärt Kaes-Torchiani.

Nach mehreren Einzelgesprächen trafen sich Kaes-Torchiani und ein gutes Dutzend Loebstraßen-Anlieger am Dienstagnachmittag im Gebäude der Handwerkskammer. Einigkeit brachte das Gespräch nicht. "Wir fordern weiterhin, dass der neue Stadtrat noch mal umfassend informiert wird – auch darüber, dass der bestehende Radweg direkt neben der Autobahn weitergeführt werden könnte und dann nicht in der Loebstraße neu gebaut werden müsste.“ Die Baudezernentin habe jetzt eine „letzte Chance“, ihre bisherigen Pläne ad acta zu legen. „Sonst machen wir unsere Klage-Androhung definitiv wahr!“, sagte IG-Sprecher Wolfgang Natus.