Beck eröffnet Gefängnis-Neubau in Wittlich

Beck eröffnet Gefängnis-Neubau in Wittlich

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat am heutigen Freitag den Neubau des Wittlicher Gefängnisses eröffnet. Zum Festakt waren neben Justizminister Heinz-Georg Bamberger Vertreter der höchsten rheinland-pfälzischen Gerichte, der Staatsanwaltschaft und aller Justizvollzugsanstalten des Landes gekommen.

(mai) Auch die lokale Polit-Prominenz von Landrätin Beate Läsch-Weber bis zu den Landtagsabgeordneten war vor Ort. "Mit dem Neubau sind die Bedingungen für den Strafvollzug in Wittlich wesentlich verbessert worden", sagte Beck. Er sprach sich dafür aus, die Humanität, die die Verfassung vorgebe, gerade auch im Vollzug zu leben und zu pflegen. Zudem wies er die Diskussion über einen Strafvollzug in privaten Händen zurück.

Durch den Erweiterungsbau für 72 Millionen Euro mit rund 610 Haftplätzen wird die Wittlicher Anstalt zum größten Gefängnis im Land. Zusammen mit der Jugendstrafanstalt wird das Gefängnis mit dem Erweiterungsbau über rund 900 Haftplätze verfügen. Mit dem Neubau soll die zweitweise Überbelegung der rheinland-pfälzischen Gefängnisse verringert werden. Das neue Gefängnis ist mit moderner Technik ausgestattet. Das gilt nicht nur für den Schutz vor Ausbrüchen oder die Kontrollen an der Besucherschleuse.

Zur Anstalt gehört auch ein Richterzimmer mit Video-Übertragungsmöglichkeiten zu anderen Gerichten. Der Neubau, in den die Häftlinge voraussichtlich im Oktober einziehen, kann von den Bürgern am kommenden Samstag und Sonntag zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden. Das Wittlicher Gefängnis nimmt Männer im geschlossenen Vollzug aus den Landgerichtsbezirken Koblenz und Trier auf.