Bernkastel-Kues: Droht jetzt endgültig die Schließung der Biologischen Bundesanstalt?

Bernkastel-Kues: Droht jetzt endgültig die Schließung der Biologischen Bundesanstalt?

Ein internes Papier aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium sorgt für große Unruhe in Bernkastel-Kues und im Weinbau der Mosel. Demnach soll der Standort Bernkastel-Kues der Biologischen Bundesanstalt (BBA) geschlossen werden. Dort sind 18 Mitarbeiter beschäftigt.

Ist jetzt das endgültige Aus des Instituts für Pflanzenschutz der BBA in Bernkastel-Kues („Bio“) besiegelt? In einem internen Papier des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), über das der Bundestagsabgeordnete Peter Bleser gestern den TV informierte, heißt es: „In den Planungen zur Re-Organisation der Ressortforschung ist bereits vor einigen Jahren beschlossen worden, den Standort Bernkastel-Kues zu schließen. Das neue Konzept behält diese Entscheidung bei.“ Demnach beabsichtigt das BMELV die Aufgaben des Bernkastel-Kueser Instituts dem Institut für Pflanzenschutz im Obst- und Weinbau in Dossenheim zuzuordnen. Die Forschungsarbeiten zum Weinbau sollen überwiegend in Siebeldingen (Pfalz) wahrgenommen werden.Hintergrund dieser Maßnahme ist die grundlegende Neugestaltung des Forschungsbereichs innerhalb des BMELV. Die Zahl der sieben Bundesanstalten mit ihren 71 Instituten an 35 Standorten soll in vier Anstalten mit 47 Instituten an 30 Standorten konzentriert werden. Eine Sprecherin des BMELV sagte gegenüber dem TV, dass es sich um eine internes Papier handele, die Beratungen seien noch nicht abgeschlossen. Das Konzept müsse mit den Forschungsanstalten noch diskutiert werden.

Mehr von Volksfreund