Bilanz des Milchstreits: 20 Millionen Liter weniger

Bilanz des Milchstreits: 20 Millionen Liter weniger

Nach dem Milchboykott haben die Hochwald-Molkerei in Thalfang (Kreis Bernkastel-Wittlich) und die Milch-Union Hocheifel (Muh) in Pronsfeld (Eifelkreis Bitburg-Prüm) eine „Ausfall-Bilanz“ gezogen. Beide Molkereien haben während des Streiks jeweils zehn Millionen Liter Milch weniger geliefert bekommen.

(hw) Die beiden rheinland-pfälzischen Molkereien in Thalfang und Pronsfeld haben unter dem Milchstreik der Bauern gelitten. 1160 Milchlieferanten der Muh haben sich vom 26. Mai bis 5. Juni nach Unternehmensangaben am Streik beteiligt. Insgesamt liefern gewöhnlich 2650 Bauern ihre Milch bei der Muh ab. Damit fehlten der Molkerei aus Pronsfeld in diesem Erfassungszeitraum „mehr als zehn Millionen Liter Milch“, wie Unternehmens-Sprecher Wolfgang Rommel dem TV sagte. Das sei eine Fehlmenge von rund 30 Prozent.

Auch der Hochwald Molkerei in Thalfang meldet den Ausfall von rund zehn Millionen Litern Milch. „Am Milchlieferstopp haben sich 1939 Betriebe der aktuell 5250 aktiven Milcherzeuger unserer Genossenschaft an mindestens einem Tag bis maximal sechs Tage beteiligt“, berichtet die Molkerei. Dabei hat die Hochwald allerdings nur den Zeitraum vom 26. Mai bis 31. Mai betrachtet. Die tatsächliche Milchanlieferung der Erzeuger in dieser Zeit belief sich auf rund 17,6 Millionen. Nach der Anlieferung der Tage zuvor hatte die Molkerei mit 27,2 Millionen Litern gerechnet. Die Fehlmenge belaufe sich damit auf 35,3 Prozent der für diesen Zeitraum erwarteten Anlieferung. „Bezogen auf die Gesamtanlieferung im Mai beträgt die Fehlmenge laut Unternehmen rund sieben Prozent. Mit rund zwei Milliarden Liter verarbeiteter Milch ist die Hochwald die Nummer drei in Deutschland, die Muh (knapp eine Milliarde Liter) ist die Nummer sieben unter den Top-Molkereien.