1. Region

Birte Svea Metzdorf aus Langsur macht digitale und analoge Kunst

Kunstwerk der Woche : Dialog von Digital und Analog

Künstler sind auf öffentliche Räume angewiesen, in denen sie ihre Werke zeigen. Was machen sie eigentlich während der Pandemie? In unserer Serie zeigen wir jede Woche das Werk eines Künstlers aus der Region.

Zwiespältig habe sie die Corona-Zeit erlebt, sagt Birte Svea Metzdorf. „Für mich hatte diese Zeit ihr „Für und Wider“. Wie für viele andere war auch für die Mutter zweier kleiner Kinder, die im Bereich Neue Medien an der Goethe Universität Frankfurt arbeitet, der Spagat zwischen Homeoffice und Familienpflichten schwierig. Gleichwohl habe sie die ausstellungs-und veranstaltungsfreie Zeit auch als Chance begriffen, berichtet die 1987 geborene Künstlerin. „Es war eine spannende Zeit, in der ich viel mehr Gelegenheit hatte zu experimentieren und mich auszuprobieren“.

Birte Svea Metzdorfs Arbeiten fallen schon länger hierzulande auf. Im Werk der in Lang­sur lebenden Künstlerin verbinden sich Malerei und Zeichnung, analoge und digitale Kunst. Um deren Verschränkungen und Wechselwirkungen ging es auch beim Experimentieren im gesellschaftlichen Pausenmodus der Pandemie. Metzdorf transformierte analoge Malerei und Zeichnungen in digitale Bilder. Oder zeichnete und malte gleich digital, um anschließend die Bilder auszudrucken.

Das Interesse der Künstlerin beschränkt sich allerdings nicht auf das Ausloten neuer Medien, ihr Interesse gilt auch den gesellschaftlichen Auswirkungen der sozialen Medien und deren Bedeutung für die Wahrnehmung von Realität. So beschäftigt sich die Künstlerin auch mit den Bildschöpfungen. Inhalten und Mechanismen von Instagram oder Youtube. In Birte Sven Metzdorfs hochaktuellen Arbeiten leben in schöner Eintracht und gegenseitiger Befruchtung digitale und analoge Kunst. Trotz ihrer stets augenzwinkernden Gesellschaftskritik bleiben sie sensible Kunstwerke im poetischen Raum der Imagination.

Kontakt: birtesveametzdorf.de

Eva-Maria Reuther