Bistum Trier: Ausgabenloch in Millionenhöhe

Kirche : Bistum Trier: Ausgabenloch in Millionenhöhe

Im Bistum Trier klafft zwischen Einnahmen und Ausgaben trotz eines millionenschweren Sparpakets weiter eine große Lücke. Nach Angaben von Generalvikar Ulrich von Plettenberg fehlten im vorletzten Jahr gut zehn Millionen Euro.

Das Finanzloch konnte nur durch einen Griff in die noch gut gefüllte Rücklage gestopft werden. Laut Plettenberg sank das Eigenkapital des Bistums auf 362 Millionen Euro. Auch in diesem Jahr rechnen die bischöflichen Kämmerer wieder mit einem Defizit. Es soll knapp 30 Millionen Euro betragen.

Als Hauptursache nannte der Generalvikar die Anpassung der Pensions- und Beihilferückstellungen für die Geistlichen und beamtenähnlichen Beschäftigten. Dadurch stiegen die Aufwendungen für die Altersvorsorge gegenüber dem Vorjahr um 11,4 auf 55 Millionen Euro.

Größter Ausgabenposten sind mit 169 Millionen Euro die Personalkosten, die meisten Einnahmen, 322 Millionen Euro, kommen auch in diesem Jahr durch die Kirchensteuer. Wegen der anhaltenden Finanzierungslücke will das Bistum ein Konzept zur Haushaltssicherung erstellen. Details dazu wurden noch nicht genannt. Ziel sei ein ausgeglichener Haushalt ab dem Jahr 2024.