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Kirche
Bistum Trier: Zwei XXL-Pfarreien mehr am Start

FOTO: TV / Stefanie Drescher
Trier. (sey) Das Bistum Trier hat die Zahl der zum 1. Januar nächsten Jahres an den Start gehenden Großpfarreien erneut korrgiert. In einem unserer Zeitung vorliegenden Brief an die Mitarbeiter ist nun von 15 XXL-Pfarreien die Rede, die es ab dem kommenden Jahr im Bistum geben soll. Von Rolf Seydewitz

Die übrigen 20 sogenannten Pfarreien der Zukunft sollen bis spätestens 2022 eingerichtet werden. Zuletzt hatte es geheißen, dass ab 2020 mit zunächst 13 Großpfarreien gestartet werde. Neu hinzugekommen sind jetzt die XXL-Pfarreien Sinzig und Mayen, heißt es in dem Schreiben von Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg. Die vom Bischof zu ernennenden Leitungsteams für die 15 neuen Großpfarreien sollen im Herbst feststehen.

Ursprünglich sollten alle 35 Großpfarreien Anfang nächsten Jahres an den Start gehen. Doch im Januar hatte das Bistum angekündigt, die Strukturreform deutlich langsamer als ursprünglich geplant anzugehen.

Die Umsetzung in zwei Stufen trage dazu bei, die Menschen besser mitnehmen zu können, hatte Bischof Stephan Ackermann die Tempoverlangsamung begründet. Derzeit gibt es im Bistum Trier noch 887 Pfarreien, die in 172 Pfarreiengemeinschaften organisiert sind. Nach den Plänen des Bistums werden sie aufgelöst und in den neuen Großpfarreien aufgehen.

Vor allem deshalb gibt es teils heftige Kritik an der Reform. Die nach eigenen Angaben inzwischen von 297 Pfarrgemeinden unterstützte, einst in Prüm gegründete Initiative Kirchengemeinde vor Ort macht seit Monaten gegen die geplante Auflösung der Pfarreien mobil.