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Kirche
Bistumskritiker kämpfen grenzübergreifend gemeinsam

Mit diesen Plakaten warben Mitglieder der bistumskritischen Inititiative Kirchengemeinde vor Ort für eine Demonstration vor dem Dom, an der sich Ende Oktober 1500 Gläubige beteiligten.
Mit diesen Plakaten warben Mitglieder der bistumskritischen Inititiative Kirchengemeinde vor Ort für eine Demonstration vor dem Dom, an der sich Ende Oktober 1500 Gläubige beteiligten. FOTO: TV / Roland Morgen
Trier. Die bistumskritische Initiative Kirchengemeinde vor Ort und die luxemburgische Basisbewegung SYFEL wollen gemeinsam gegen eine überzogene Zentralisierung in ihren Bistümern sich wehren. Von Rolf Seydewitz

Dies- und jenseits der Grenze gingen die kirchlichen Obrigkeiten nicht auf Wünsche und Proteste der Basis ein, heißt es in einer in Echternach gemeinsam verabschiedeten Resolution, zudem werde versucht, die Opposition aus den Pfarreien ruhigzustellen. Beide Kircheninitiativen wollen künftig eng zusammenarbeiten. Die Initiative Kirchengemeinde vor Ort will, dass die jetzigen Pfarreien mit ihren Vermögen – wenn vor Ort gewünscht – auch unter dem Dach der neuen Großpfarreien im Bistum Trier erhalten bleiben können. Das Bistum will die Zahl der Pfarreien ab dem Jahr 2020 auf 35 Großpfarreien reduzieren. Derzeit gibt es noch 887 Pfarreien, die in 172 Pfarreiengemeinschaften organisiert sind. Die bistumskritische Initiative wird nach eigenen Angaben inzwischen von 280 Kirchengemeinden unterstützt.