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Bitburg: Antrag der Liste Streit gegen Nachtflug auf dem Bitburger Flugplatz abgelehnt

ORT: Bitburg *** 50 Jahre aerokurier: Zum internationalen „Fly-In“ auf dem Flugplatz Bitburg kamen am Samstag 315 Flieger. TV-Foto: Rudolf Höser ***
ORT: Bitburg *** 50 Jahre aerokurier: Zum internationalen „Fly-In“ auf dem Flugplatz Bitburg kamen am Samstag 315 Flieger. TV-Foto: Rudolf Höser *** FOTO: Rudolf Höser (rh) ("TV-Upload H?ser"
Gestern Abend hat der Bitburger Stadtrat einen Antrag der Liste Streit abgelehnt, in dem die Fraktion forderte, die städtischen Mitglieder in den Gesellschafter-Gremien der Flugplatz Bitburg GmbH dazu anzuweisen, sich gegen Nachtflüge auf dem Bitburger Flugplatz auszusprechen.

(scho) Keine Nachtflüge bedeutet auch keine Frachtflüge, was gegen das GmbH-Ziel verstößt, den Bitburger Flugplatz zu einem Industrie- und Frachtflughafen auszubauen.

Die Liste Streit möchte auch gar keinen Industrie- und Frachtflughafen, sondern eine Flugplatz-Werft, auf der Maschinen gewartet, restauriert und umgebaut werden sowie Unternehmen aus dem Bereich von Flugzeug-Bau und -Technik sich ansiedeln.

Über den Antrag, und die Art und Weise wie er vorgebracht wurde, entspannte sich eine heftige Diskussion im Rat. Die CDU-Fraktion war entrüstet, dass die Liste Streit, die vergangenes Jahr einem Beitritt zur Flugplatz-GmbH zugestimmt hatte, sich nun gegen die GmbH-Ziele stellt.

Die SPD-Fraktion warf den "Streitern" Populismus vor und betonte, dass die Liste Streit gar nicht erst einem GmbH-Beitritt hätte zustimmen sollen, wenn sie nicht auch für die deklarierten Ziele der Flugplatz-GmbH ist. SPD und Grüne stimmten gegen den Antrag der Liste Streit, weil sie ohnehin gegen Fliegerei mit schweren Gerät auf dem Flugplatz Bitburg sind und selbst eine Flugzeug-Werft nicht ohne Starts und Landungen schwerer Maschinen zu betreiben ist. CDU und FDP stimmten ebenfalls dagegen, weil dieser Antrag die GmbH-Ziele, die derzeit 180 Nachtflüge pro Jahr vorsieht, konterkariert. Lediglich die Liste Streit stimmte für ihren Antrag (mit Ausnahme von Peter Berger).

Damit wurde der Antrag mit 16 Nein- zu neun Ja-Stimmen abgelehnt, was aber keineswegs bedeutet, dass alle Fraktionen, die den Antrag ablehnten, für Nachtflug sind. Im Gegenteil: SPD und Grüne sind ausdrücklich gegen jegliche Fliegerei mit schweren Maschinen.

Damit die aber überhaupt in Bitburg starten und landen dürfen, wäre eine Instrumentenflug-Genehmigung nötig, die das Land für Ende Februar in Aussicht gestellt hat - nun ist es Anfang März, die Genehmigung liegt noch nicht vor.