Bitburg-Prüm: Rettungskräfte üben Ernstfall

Bitburg-Prüm: Rettungskräfte üben Ernstfall

Die Rettungskräfte im Eifelkreis Bitburg-Prüm haben heute die bislang größte Katastrophenschutzübung im Kreis abgehalten. Rund 600 Mitglieder etlicher Hilfsorganisationen waren beteiligt. Ein Übungsszenario: Ein Busunfall mit 50 Verletzten.

(kah/red) Neben dem angenommenen Busunfall bei Dudeldorf (Verbandsgemeinde Bitburg-Land) mussten etliche Übungsszenarien gestemmt werden: ein Tank mit unbekanntem Inhalt, der auf der Kyll treibt. Ein Düngemittelbrand auf einem Hof in Kyllburgweiler und in der Nachbarschaft eine Explosion. Und ein schwerer Unfall, bei dem eine heruntergerutschte LKW-Ladung zwei Menschen unter sich begrub. Außerdem übten die Leitstellen ihre Einsatztätigkeit bei einem angenommenen Absturz eines Militärjets, einer A10, bei Niederweis (Verbandsgemeinde Irrel).

Bei der Katastrophenschutzübung handelt es sich um eine Stabsrahmenübung, in die verschiedene Realübungsszenarien eingebunden sind und Einheiten des Katastrophenschutzes tatsächlich vor Ort eingesetzt werden, führt der Eifelkreis auf seiner Homepage aus. Vorrangiges Übungsziel sei die Erprobung der Zusammenarbeit der Technischen Einsatzleitung, des Verwaltungsstabes der Kreisverwaltung sowie der vor Ort tätigen, an der Gefahrenabwehr mitwirkenden Hilfsorganisationen. An der Katastrophenschutzübung nahmen unter anderem die freiwilligen Feuerwehren, das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk sowie Einsatzkräfte der Polizei, der Bundeswehr und der US-amerikanischen Air Force teil - sowohl als "rettende" Kräfte als auch "Opfer". Um das Ganze zu realistisch wie möglich zu gestalten, wurden die Einsatzkräfte über die Szenarien im Unklaren gelassen. Um zudem das Ganze zu erschweren, unterstellten die Organisatoren, dass an diesem Tag im Kreis ein großes Musikfestival stattfindet - mit 10.000 Besuchern.

Während der Übung sind auch drei „Realfälle“ eingetreten: Ein Autounfall mit einem Verletzten bei Irrhausen, eine Ölspur, die beseitigt werden musste und ein Verletztendarsteller, der sich tatsächlich leicht verletzte. Alles in allem sind die Organisatoren zufrieden mit ihrer Übung. Zwar seien den Einatzkräften vereinzelt Fehler unterlaufen, doch aus ihnen werde man lernen. Genau dazu sei eine solche Übung ja da.

Im Rahmen dieser Großübung kam es an diesem Tag im gesamten Kreisgebiet auch kurzfristig zu Straßensperren. Ein Video zur Großübung sehen Sie am Sonntag ab 16 Uhr.

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