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1,2 Millionen Euro für die Fußgänger: Alles bleibt anders, auch am Petersplatz in Bitburg

1,2 Millionen Euro für die Fußgänger: Alles bleibt anders, auch am Petersplatz in Bitburg

Das große Baggern geht weiter: In das nächste Stück Fußgängerzone werden 1,2 Millionen Euro investiert - mittendrin der Petersplatz, der neu gestaltet wird und sich doch treu bleiben soll.

Bitburg (scho) Irgendwann tummeln sich immer alle in der Küche. Dicht an dicht um den Küchentisch ist halt gemütlich. Von Bitburgs Plätzen ist für Ralf Mayeres der Petersplatz der Küchentisch der Stadt, der Spittel eher das repräsentative Wohnzimmer. Mayeres ist Projektleiter bei der Stadt und koordiniert den Ausbau der Fußgängerzone und da spielen die Plätze eine wichtige Rolle.

Angefangen vom Spittel, der quadratisch, praktisch, gut im Mai 2015 fertig wurde, geht es seit Frühjahr 2016 Stück für Stück, Abschnitt für Abschnitt durch die Fußgängerzone. Als Nächstes kommt Teil vier - das Stück vom Petersplatz bis zum Rathaus samt Schakengasse und Petersstraße. Insgesamt eine Fläche von gut 3200 Quadratmeter, wo Kanal und Wasserleitung verlegt werden und neues Pflaster, Bänke, Leuchten und Beete folgen.
Dieser Abschnitt ist mit einem Volumen von 1,2 Millionen Euro das dickste Paket im insgesamt rund sieben Millionen Euro teurem Großprojekt, für das in acht Bauabschnitten noch bis 2022 gebaggert wird. Derzeit macht die Baufirma zwar gerade zwei Wochen Betriebsferien. Aber hinter den Kulissen wird schon der nächste Abschnitt vorbereitet.

Wie kann der Petersplatz neu gestaltet werden und trotzdem seinen gemütlichen Küchentisch-Charme behalten? Das nämlich haben sich die Bürger bei der Befragung der Stadt gewünscht. Ebenso, dass die Lesevilla bleibt, der Ziegenbrunnen und die Bäume. "Diese Wünsche der Bürger fließen als Vorgaben in den Architekten-Wettbewerb ein, den die Stadt auslobt", sagt Mayeres. Es hat bereits erste Vorgespräche der Jury gegeben. Mit dabei sind als Preisrichter drei Fachleute. "Das sind Professoren und überregional bekannte Landschaftsplaner, die schon viele solcher Wettbewerbe gemacht haben", sagt Mayeres. Und hinzu kommt je ein fachkundiger Vertreter aus jeder Stadtratsfraktion. "Ziel ist es, dass spätestens Ende des Jahres feststeht, wer den Auftrag bekommt", sagt Mayeres. Los geht es dann aber erst kommendes Frühjahr.

"Hier könnte es weniger Stufen geben, der Brunnen könnte mehr ins Zentrum rücken, das Ganze sollte schon auch zum Rest der Fußgängerzone passen, darf aber gerne seine eigene Sprache haben", sagt Mayeres: "Der Petersplatz soll der kleine, heimelige Platz unter Bäumen bleiben."
Was sind Ihre Wünsche für den Petersplatz? Mailen Sie uns an eifel@volksfreun.de (Name und Wohnort bitte nicht vergessen)Extra: WIE ES WEITER GEHT


Mitte August sollen die restlichen Kanalarbeiten in der Ludesgasse abgeschlossen werden. Dann wird gepflastert und die neuen Leuchten aufgestellt. Anschließend geht es von der Seitenstraße zurück in die Fußgängerzone: Dort fehlt zwischen Modehaus Messerich und Petersplatz noch auf einer Seite das Pflaster. Im Oktober soll alles fertig sein - Abschluss des dritten Bauabschnitts, in den 700 000 Euro investiert wurden.