Corona-Pandemie : Aufatmen: Inzidenzwert fällt wieder unter die 100er-Marke

Anders als noch am Dienstag befürchtet, drohen im Eifelkreis vorerst doch keine schärferen Lockdown-Maßnahmen. Wie lange wird es dabei bleiben?

(de/sts) Im ganzen Hin und Her um stufenweise Lockerungen und Verschärfungen ist eins hängengeblieben: Übersteigt der Inzidenzwert die 100, wird die Lage kritisch. Und genau das war am Dienstag im Eifelkreis der Fall. Da lag die Inzidenz bei 101 – erstmals seit Wochen. Entsprechend gebannt hat man in der Kreisverwaltung die aktuellen Zahlen am Mittwoch erwartet. Nun kann erstmal entwarnt werden.

Mit 93,9 ist die Inzidenz wieder unter die magische Schwelle gefallen. Nicht weit, aber weit genug. Denn erst, wenn der Wert an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 liegt, müssen Kommunen nach der aktuellen Landesverordnung die Notbremse ziehen.

Das passiert derzeit gerade im Vulkaneifelkreis, wo die Kreisverwaltung die Notbremse gezogen hat. Die verschärften Regeln gelten seit Mittwoch: Einkaufen ist – jenseits der Lebensmittelmärkte – nur nach Terminvereinbarung möglich und zwar nur mit Menschen eines Hausstands pro Termin, unabhängig von der Größe des Geschäftes. Kosmetik-, Tattoo- und Nagelstudios sind geschlossen.

Auch die Außenbereiche gastronomischer Betriebe sind im Vulkaneifelkreis – wie auch die Museen – wieder geschlossen. Sport ist im Freien allein, zu zweit oder mit Personen eines Hausstands erlaubt. Training und Wettkampfsituationen im Amateur- und Freizeitsport sind untersagt. Neu ist im Nachbarkreis, dass Tankstellen und Supermärkten untersagt ist, zwischen 21 und 6 Uhr alkoholische Getränke zu verkaufen.

Verzichtet wurde im Vulkaneifelkreis darauf, eine Ausgangssperre einzuführen. Auch die gehört grundsätzlich zu dem Maßnahmenkatalog für Kommunen mit Inzidenzen über 100. Zu welchen Maßnahmen die Verwaltung im Eifelkreis im Falle des Falles gegriffen hätte, ist offen. Fürs Erste ist der Druck auch vom Kessel.

Sollte die Inzidenz am Donnerstag wieder über 100 klettern, zählt dieser Tag wieder als erster über 100 und es müssten zwei weitere folgen – was Karfreitag und Ostersamstag theoretisch möglich wäre. Dann stünde die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm erneut vor der Frage, in welcher Form sie die Regeln verschärfen würde. Das würde dann aber frühestens am ersten darauffolgenden Werktag gelten – und damit also frühestens ab Osterdienstag.

Ostern also bleibt alles wie gehabt. Im Eifelkreis drohen keine schärferen Kontaktbeschränkungen, die etwa nur noch Besuche von maximal eines Menschen eines anderen Haushalts gestatten oder jegliche Besuche nach 20 Uhr untersagen. Auch gegen die Öffnung der Außengastronomie, was einige Restaurant- und Gaststättenbesitzer für die Ostertage angekündigt haben, spricht nun nichts mehr. Es bleibt allerdings dabei, dass Gäste eine negativen Corona-Test vorweisen müssen, bevor sie auf einer Terrasse oder im Biergarten Platz nehmen dürfen.