105 Anzeigen und 235 Verwarnungen

105 Anzeigen und 235 Verwarnungen

Mit Tempo 178 unterwegs, obwohl nur 100 Kilometer pro Stunde erlaubt sind: Das war der "Geschwindigkeitsrekord", den die Polizei beim Kontrolltag gemessen hat. Insgesamt liegt die Zahl der Verstöße aber niedriger als bei der Aktion 2012.

Trier. Nicht angepasste oder überhöhte Geschwindigkeit zählen nach Angaben der Polizei nach wie vor zu den Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle auf den Straßen. Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier war demnach bei fast jedem vierten der Verkehrsunfälle mit Personenschaden falsches Geschwindigkeitsverhalten die Ursache; bei den Unfällen, bei denen Menschen ums Leben kamen sogar bei fast der Hälfte - nämlich in 14 von 29 Fällen. Um dem zu begegnen, fand am Dienstag, 16. April, zwischen 5 und 22 Uhr in Rheinland-Pfalz eine landesweite Aktion zur Bekämpfung der Rasens und Drängelns auf den Autobahnen und Schnellstraßen statt (der TV berichtete).
Auch das Polizeipräsidium Trier beteiligte sich an den Kontrollen, mit der die Polizei auf die schweren Folgen unangepasster und überhöhter Geschwindigkeit sowie aggressiven Fahrverhaltens aufmerksam machen möchte. Im Bereich des Präsidiums Trier wurden neben mobilen Verkehrsüberwachungsmaßnahmen 21 Mess- und Kontrollstellen eingerichtet. Insgesamt wurden während der mehrstündigen Kontrollaktion, in der 151 Beamte des Polizeipräsidiums Trier und der Bereitschaftspolizei eingesetzt waren, 8692 Fahrzeuge gemessen. In 329 Fällen wurden die Fahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit beanstandet. Trotz der zum Teil gefahrenen hohen Geschwindigkeiten waren 14 Personen in ihren Fahrzeugen nicht angeschnallt. Die während der Kontrollaktion gemessene Höchstgeschwindigkeit betrug 178 Kilometer pro Stunde - erlaubt war in diesem Streckenabschnitt auf der A 60 im Bereich Winterspelt lediglich Tempo 100. Vom ausländischen Fahrer wurden 770 Euro Sicherheitsleistung einbehalten.
Insgesamt liegt die Zahl der gemessenen Verkehrsverstöße aber deutlich niedriger als im Vorjahr: "Bei einer gleichgelagerten Kontrolle im April letzten Jahres haben wir 13 Prozent der gemessenen Fahrzeuge wegen Geschwindigkeitsübertretungen bemängelt. Bei dem aktuellen Kontrolltag liegt die Beanstandungsquote mit 3,7 Prozent deutlich niedriger als im Vorjahr. Offensichtlich hat die Ankündigung der Kontrollen über die Medien die Fahrer zu defensivem Fahren veranlasst und die Risiken des Rasens und Drängelns wieder ins Bewusstsein gerufen", so lautet Fazit der Einsatzleitung. redExtra

Folgende Maßnahmen wurden getroffen: 105 Ordnungswidrigkeitsanzeigen, die in neun Fällen Fahrverbote nach sich ziehen; 235 Verwarnungen; 15 Mängelberichte; zwei Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis; eine Anzeige wegen Fahrens unter Drogeneinfluss; eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz; vier Sicherheitsleistungen in Höhe von 1245 Euro wurden von ausländischen Fahrzeugführern einbehalten. red

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