13 Hektar für 15 Neugründer

13 Hektar für 15 Neugründer

IRREL. Die Planung für ein neues Gewerbegebiet mit einem Handwerker- und Gründerzentrum im Bereich "Zweikreuz" in Irrel wird konkret. Im Herbst nächsten Jahres soll der erste Bauabschnitt abgeschlossen sein. Der Zweckverband "Zentrales Gewerbegebiet der Verbandsgemeinde Irrel" hat in seiner jüngsten Sitzung das Konzept vorgestellt.

Die Zeit drängt. Drei "ernsthafte Interessenten" gibt es laut Verbandsvorsteher und Bürgermeister Hans-Michael Bröhl bereits für das geplante Gründerzentrum im Gewerbegebiet Irrel. Der Zeitplan: Ende des Jahres soll der Plan abgesegnet sein, damit im Februar 2006 mit der Ausschreibung begonnen werden kann. 350 000 Euro soll der erste Bauabschnitt kosten. Bröhl hofft auf finanzielle Zuschüsse aus Mainz und rechnet noch in diesem Jahr mit einer Antwort des Ministeriums. "Wir werden die Vorverträge für drei Wirtschaftseinheiten vorlegen", sagte er in der Versammlung. Die bestehende Planung könne dann später nach Bedarf ausgedehnt werden. Auf einer Fläche von etwa 13 Hektar soll das Handwerker- und Gründerzentrum Platz für zehn bis 15 Firmen bieten. Geplant sind gut ausgestattete Hallen in einfacher Bauweise mit 500 Quadratmetern Nutzfläche und 70 Quadratmetern Neben- und Serviceflächen. Zudem sollen Einheiten mit 200 bis 250 Quadratmetern Produktionsfläche entstehen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 2,5 bis drei Millionen Euro bei Gesamtkosten von rund fünf Millionen Euro. Das Gewerbegebiet liegt südwestlich von Irrel und ist an die Straßen E 29/B 257 angebunden. Eine Konkurrenz zum nahegelegenen Echternach sieht Verbandsvorsteher Bröhl nicht: "Wir haben zu Echternach eine gute partnerschaftliche Beziehung." Zwischen 13 und 15 Euro pro Quadratmeter liegt der Preis, für den der Zweckverband die Gewerbeflächen verkauft. Die Gesamtfläche des neuen Gewerbe- und Industrieparks beträgt 44 Hektar. Davon können 33 Hektar bebaut werden. Ein vorhandenes Waldstück soll erhalten bleiben. "Das war meine Idee", betonte Bröhl. "Wir wollen ein Gewerbegebiet konzipieren, dass einen landespflegerischen Effekt haben wird."Geplant: 23 Hektar externe Ausgleichsfläche

Die Auflagen der Landespflege erläuterte der Vertreter des Bitburger Planungsbüros Isu. Als externe Ausgleichsflächen - jenseits des Waldstücks auf der Industriepark-Fläche - sind 13 Hektar Kompensationsflächen und zehn Hektar Maßnahmeflächen geplant. Bei letzteren handelt es sich um Flächen, die verbessert und entwickelt werden müssen - etwa durch Anpflanzungen oder Gewässer-Renaturierungen. Deshalb sollen 20 Hektar der insgesamt 23 Hektar externer Ausgleichflächen im Rahmen der "Aktion Blau - Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz" eingebracht werden. Vorgesehen sind 8,7 Hektar im "Schimmerbachtal" (davon 2,2 Hektar als Maßnahmefläche), 6,6 Hektar am "Mindener Bach" (Maßnahmefläche 3,8 Hektar), 2,3 Hektar in der "Menninger Prümaue" (Maßnahmefläche 1,8 Hektar), 1,4 Hektar an der "Irreler Mühle (Maßnahmefläche 0,4 Hektar) und 1,7 Hektar im "Quelltal Zweikreuz" (Maßnahmefläche 1,4 Hektar). "Wir werden unsere Chancen nutzen, die uns durch die Aktion Blau gegeben sind", sagte Bröhl. Das Beleben der Bachtäler erhöhe die Gesamtwertigkeit des Projekts, sagte der VG-Chef. Das landesweite Aktionsprogramm "Blau" verfolgt die Wiederherstellung natürlicher oder naturnaher Gewässer in Rheinland-Pfalz.

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