15 Gramm mit großen Ohren

So sieht sie aus, die Fledermaus: Bislang gab es im TV-Foto-Archiv kein Bild der seltenen Bechsteinfledermaus, die im Waldgebiet zwischen Meilbrück und Helenenberg vorkommt. Deshalb mussten meist andere Fledertiere herhalten. Dank einer Trierer Biologin können wir nun tief in die Ohren des interessanten Tierchens schauen.

Dies ist eine der seltenen Bechsteinfledermäuse, deren Verhalten eine vom Landesbetrieb Mobilität in Auftrag gegebene Studie untersuchen soll. Foto: Gessner Landschaftsökologie

Bitburg. (kah) Im Sommer lebt eine größere Kolonie der seltenen Bechsteinfledermäuse in einem Waldstück rechts und links der B 51. Eine vom Landesbetrieb Mobilität in Auftrag gegebene Studie soll klären, ob sie in ihrem Verhalten durch die geplante Verbreiterung der viel befahrenen Straße gestört werden (der TV berichtete). In Ermangelung einer Abbildung dieser seltenen Fledermausart hatten wir vor einigen Tagen ein anderes Fledertier zu dem Artikel gestellt: Es handelte sich dabei jedoch keineswegs um eine "normale" mitteleuropäische Fledermaus, sondern um einen Flughund. Der gehört zwar auch zu den Fledertieren, ist jedoch deutlich größer und kommt in tropischen und subtropischen Regionen vor. Inzwischen hat uns die Trierer Biologin Isabel Gessner ein Foto zur Verfügung gestellt, das sie im August 2007 im Wald zwischen Meckel und Meilbrück gemacht hat. Die mittelgroßen Fledermäuse wohnen dort in Baumhöhlen oder Vogelnistkästen. Mit ihren breiten und langen Ohren sind sie in der Lage, Mücken, Nachtfalter, Spinnen oder Raupen auf ihren nächtlichen Beute-Flügen durch den Wald zu orten. Die Tiere stoßen Ultraschallwellen aus und orten ihre Beute über das Echo. Sie haben eine Spannweite zwischen 25 und 30 Zentimetern, wiegen zwischen 7 und 15 Gramm und sind wie alle Fledermausarten streng geschützt.