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Eifel: 19 Straßen nach Hochwasser weiter unpassierbar

Verkehr : 19 Straßen im Eifel- und im Vulkaneifelkreis weiter unpassierbar

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein konnte bisher 61 von 80 nach der Flut gesperrten Strecken wieder für den Verkehr freigeben.

(aff) Zerstörte Brücken, eingestürzte Fahrbahnen, verschüttete Straßen: Die Schäden der Flut an den Straßen im Eifel- und Vulkaneifelkreis waren erheblich. „Wir konnten viele Strecken mittlerweile wieder öffnen, aber aktuell müssen 19 weiterhin gesperrt bleiben“, sagt Harald Enders, Leiter des LBM Gerolstein.

Manche Straßen in der Eifel bleiben langfristig unbefahrbar

Manche der bis zum vorigen Wochenende weiter gesperrten Straßen werde man noch zeitnah wieder instandsetzen können, andere allerdings blieben langfristig nicht nutzbar. „Wir haben für einen aktuellen und besseren Überblick unser eigentlich als Baustelleninformationssystem geplantes Mobilitätsportal im Internet auf die Situation angepasst. Es werden nicht mehr nur die laufenden Sanierungsprojekte angezeigt, sondern auch die vom Hochwasser beschädigten Straßen wurden mit in den Plan aufgenommen“, sagt Enders.

Ebenfalls angeboten werden Informationen zum Grund der jeweiligen Sperrung und auch – wenn möglich – Details zur Dauer der Schließung. „Bei manchen Straßen wird es schnell gehen, bei anderen deutlich länger dauern“, sagt der LBM-Leiter. Wie zügig manche Wiederherstellung laufe, sehe man am Fall Echterhausen. „Dort blieb die Brücke zwar stehen, aber die Zufahrt war unterspült und teils weggebrochen“, sagt er (der TV berichtete). Schon am Donnerstag nach der Flut sei die Straße wieder provisorisch freigegeben worden.

Nach dem Hochwasser: „Die Brücke ist weg“

Anders werde es aber mit Sicherheit an der Moltkeburgbrücke in Speicher aussehen. „Die Brücke ist weg. Die Firma Palzkill ist mittlerweile mit dem Abriss der Reste beauftragt. Die geotechnischen Untersuchungen für den Neubau sind in Planung, im nächsten Jahr kann es – wenn alles gut läuft – losgehen, aber es dauert noch“, sagt Enders. Das Technische Hilfswerk werde zur Überbrückung der Zeit demnächst eine seiner Notbrücken aufstellen. Wann es soweit sei, könne man aber noch nicht sagen.

Zeitplan für gesperrte Straßen in der Eifel

Für die Instandsetzung der noch gesperrten Landesstraße 24 zwischen Densborn und Mürlenbach steht aber schon ein Ziel. Sie soll bis zum 15. August wieder nutzbar werden.

„Die Fahrbahn ist dort unterspült. Während man dort aber theoretisch noch auf einer Fahrbahnseite durchkommt, ist die Verbindung zwischen Mürlenbach und Birresborn nicht befahrbar - dort gibt es eine massive Hangrutschung, die auf der Fahrbahn liegt und sie versperrt“, sagt Enders. Ähnlich sehe es auf der Kreisstraße 77 zwischen Birresborn und Salm aus. „Auch hier wurden Stücke der Straße unterspült, an anderen Stellen rutschten die Hänge auf die Fahrbahn“, sagt er. Dort besonders ärgerlich: Die Strecke wurde gerade erst saniert. „Wir hoffen sie bis zum 22. August wieder freigeben zu können.“

Alle Details und aktuelle Informationen zu den gesperrten Straßen im Bereich des LBM Gerolstein gibt es im Internet unter www.verkehr.rlp.de