20-Grad-Sommer verregnet im Cascade nicht das Geschäft

20-Grad-Sommer verregnet im Cascade nicht das Geschäft

Das war kein Sommer, wie er früher einmal war. Das macht sich auch im Cascade-Bad bemerkbar. Die Freibad-Saison ist nicht ganz so gut gelaufen, wie im Schnitt der Vorjahre. Aber für das Erlebnisbad haben Kälte und Regen auch positive Seiten: Im Hallenbad und in der Sauna läuft das Geschäft.

Bitburg. Zwar läuft die Freibad-Saison noch bis Anfang September. Doch gefühlt ist es mit der Draußen-Schwimmerei vorbei, seit die meisten schon zu Woll-Pullis und Westen greifen und 20 Grad ohne Regen schon euphorisch als "Rückkehr des Sommers" gefeiert werden. So sieht das auch Elfriede Grewe, Geschäftsführerin des Bitburger Cascade-Bads. "Die Freibad-Saison ist vorbei. Davon kann man ausgehen, auch wenn es vereinzelt mal noch einen guten Tag geben mag", sagt sie. Gute Tage, das sind für Grewe Tage mit 30 Grad im Schatten: "Wenn es jeden ins Freibad zieht." Mehr als 2000 Gäste hat das Cascade an solchen Tagen - aber die waren eben diesen Sommer bisher eher selten.
Mit rund 218 000 Besuchern hat das Bad in seinem Wirtschaftsplan für dieses Jahr kalkuliert - davon 182 000 im Schwimmbad und 36 000 in der Sauna. Die Eintritte von erwartet rund 1,2 Millionen Euro, die die Gäste bringen, sind die Haupteinnahmequelle des Bads.
Nächsten Monate entscheiden


Verregnet der durchwachsene Sommer nun die Bilanz? "Nein", sagt Grewe und erklärt: "Wenn es draußen gar nicht geht, läuft es bei uns halt drinnen." Dass das Cascade nicht nur ein Erlebnisbad, sondern auch eine große Saunalandschaft hat, zahlt sich in solchen "20-Grad-Sommern", wie Grewe sie nennt, aus. Die Betriebs-Chefin schätzt, dass das Bad bisher "vielleicht rund 5000 Gäste" weniger hat als im Schnitt: "Aber das können wir in den kommenden Monaten noch locker auffangen."
Das heißt: Jetzt, nach dem eher frischen, oft regnerischen Sommer, wäre für den Jahresabschluss im Cascade-Bad ein möglichst stürmischer, regnerischer Herbst gut. "Eben das Wetter, das die Menschen dann ins Hallenbad oder die Sauna treibt", sagt Grewe.
Stichwort Sauna: Am durchschnittliche Saunagast verdient das Cascade etwa 11,20 Euro. Zum Vergleich: Der durchschnittlich Schwimmbadgast bringt im Schnitt 4,50 Euro. Wenn wegen eines verregneten Sommers also rund 5000 Besucher fehlen, fehlen in der Bilanz am Ende gut 22 000 Euro, die aber durch zusätzlich rund 2000 Sauna-Besucher noch wettgemacht werden können. scho
Das Freibad des Cascade hat noch bis einschließlich Sonntag, 4. September, geöffnet.
Extra

Das Cascade-Bad kalkuliert in seinem Wirtschaftsplan für 2016 mit Erlösen von 820 000 Euro aus dem Badebetrieb und 403 000 Euro aus dem Saunabetrieb. Massage/Fußpflege (70 000), der Shop (76 000) sowie Pachteinnahmen (63 000) bringen zusammen noch mal knapp 200 000 Euro. Den Gesamteinnahmen von 1,5 Millionen Euro stehen Kosten von 2,5 Millionen Euro gegenüber. Größter Kostenposten ist das Personal für die Betriebsführung mit rund 1,2 Millionen Euro, gefolgt von den Kosten für Wasser, Gas und Strom von zusammen rund 325 000 Euro. An Instandhaltungsarbeiten sind in dem 20 Jahre alten Bad für dieses Jahr gut 300 000 Euro eingeplant. Dabei geht es um die Sanierung einer Heizungs- und Lüftungsanlage, der Badetechnik und um eine Dachsanierung. scho