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200 Tonnen Müll aus dem Gebüsch

200 Tonnen Müll aus dem Gebüsch

Der Schnee ist weg, der Blick auf Flaschen, Plastiktüten und sonstigen Müll wieder frei: Pünktlich zum Frühlingsbeginn ziehen in zahlreichen Orten wieder Tausende freiwillige Helfer los, um ihre Orte vom Müll zu befreien.

Prüm/Arzfeld/Jünkerath. Rechtzeitig bevor immer mehr Menschen die freie Natur wiederentdecken und auf Wanderwegen durch die Frühlingslandschaft spazieren, starten viele Ortsgemeinden einen "Tag der sauberen Landschaft". Von Arzfeld bis Winterspelt sind in den nächsten Wochen Tausende freiwillige Helfer unterwegs und sammeln ein, was andere an Müll in die Landschaft geworfen haben - und da kommt einiges zusammen. "Realistisch ist sicherlich eine Größenordnung von rund 200 Tonnen Müll", sagt Manfred Hamm von der Abfallwirtschaft des Eifelkreises. "Rund 200 Gemeinden beteiligen sich, und jede sammelt gut eine Tonne Müll."

Mit dabei ist in diesem Jahr nach einiger Zeit der Abstinenz Pronsfeld. "Es ist nicht einfach, Leute zu finden, die sich bereiterklären", sagt Ortsbürgermeisterin Monika Winkelmann. "Und die, die helfen, sind immer dieselben." Doch in diesem Jahr wolle man einen neuen Anlauf starten. "Wir beteiligen uns auf jeden Fall", betont Winkelmann, "denn es muss gemacht werden."

Seit Jahren dabei ist die Gemeinde Auw. "Bei uns gibt es eine relativ rege Beteiligung, 15 bis 20 Leute sind es eigentlich immer - und nicht nur Jugendliche, sondern auch viele Erwachsene", sagt Ortschef Peter Eichten.

Zufrieden mit dem Engagement der Bürger

 Einen ganzen Anhänger voll mit Müll haben 35 große und kleine freiwillige Helfer aus Hersdorf in diesem Jahr bereits gesammelt. Foto: Horst Niederprüm
Einen ganzen Anhänger voll mit Müll haben 35 große und kleine freiwillige Helfer aus Hersdorf in diesem Jahr bereits gesammelt. Foto: Horst Niederprüm



So könne man vier Trupps bilden, die durch den Ort gehen. "Aber natürlich muss man selbst vorangehen." Zufrieden mit dem Engagement im Ort ist Rainer Helfen aus Jünkerath. "Zwischen 40 und 50 Leute werden auch in diesem Jahr dabei sein", sagt Helfen. Vor allem die Vereine machten mit. "Es ist einfach wichtig, dass es gemacht wird. Bei uns kommen sechs bis sieben Kubikmeter Müll zusammen." Auf eine ähnlich große Beteiligung kann Arzfelds Ortsbürgermeister Alfons Kockelmann zählen: "Bis jetzt habe ich schon 50 bis 60 Anmeldungen." Vor allem Schulen und Vereine seien aktiv dabei - und am Schluss wohl wieder ein größerer Container mit Müll gefüllt.

Einen pädagogischen Ansatz verfolgt Patrick Bormann, Ortsbürgermeister von Lützkampen. Dort ziehen vor allem die Kinder und Jugendlichen sowie der Gemeinderat los, um den Unrat aufzusammeln. "Ich habe sozusagen einen Pakt mit den Kindern geschlossen", sagt Bormann. Im Sommer organisiere die Gemeinde eine Ferienfreizeit, dafür helfen die Kinder bei der Säuberungsaktion.