24 Stunden Alltag in der Feuerwehr
Neidenbach · Zum Berufsfeuerwehrtag organisiert die Jugendfeuerwehr Neidenbach und Wilsecker-Etteldorf für Jugendliche von zehn bis 16 Jahren eine 24-Stunden-Übung in Neidenbach.
Neidenbach. Eine Nebelmaschine simuliert den Rauch einer brennenden Scheune, junge Feuerwehrleute retten mit Atemschutzattrappen eine Person. Das könnte im echten Leben genauso passieren. Beim Berufsfeuerwehrtag lernen 35 Jugendliche der Feuerwehren Neidenbach, Wilsecker-Etteldorf und Pickließem den 24-Stunden-Alltag einer Feuerwehr kennen.
Auf dem Programm steht zwischen verschiedenen Einsätzen auch Theorie. Die Jugendlichen lernen, wie man ein Funkgerät bedient, erhalten eine Erste-Hilfe-Ausbildung und üben Feuerwehrknoten. Höhepunkt der 24-Stunden-Übung ist für die angehenden Feuerwehrleute der praktische Teil. Beim ersten Alarm ist eine Person im Auto eingeklemmt, nachmittags brennt eine Scheune, dann folgt eine Personensuche in der Dunkelheit.
Auch in der Nacht klingelt der Alarm alle aus dem Bett. Dann geht es zum Sportplatz, wo ein echter Holzlagerbrand gelöscht werden muss. Zur Entspannung stehen Spiele und Filme auf dem Programm. "Wir lehren nicht nur Techniken, sondern gestalten auch die Freizeit der Jugendlichen wie Schwimmen gehen oder mal zur Eisbahn fahren.
Alle zwei Jahre gehen wir mit dem Kreisjugendfeuerwehrverband zelten", erklärt Uwe Hau, der seit 15 Jahren als Jugendwart die Jugendlichen in der Feuerwehr Neidenbach betreut. Er findet es gut, wenn die Kinder eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung haben und lernen, im Team miteinander umzugehen.
Weil die Jugendarbeit stimmt, hat die Neidenbacher Feuerwehr keine Nachwuchsprobleme. Mit 16 Jahren können Interessenten mit der Grundausbildung beginnen und in die Freiwillige Feuerwehr eintreten. bebaExtra
Katrin Strauch, 13 Jahre, aus Neidenbach, seit vier Jahren in der Feuerwehr. "Ich finde den Scheunenbrand am besten. Da lernt man so richtig den Alltag der Feuerwehr kennen. Wenn ich 16 Jahre alt bin, möchte ich in die Freiwillige Feuerwehr eintreten." Jonas Haus, 13 Jahr,aus Wilsecker, seit zwei Jahren in der Feuerwehr. "In die Scheune zu gehen, ohne etwas zu sehen, das war schon spannend. Auch wenn das Atemschutzgerät nur eine Attrappe war. Ich finde die Feuerwehr wegen der Gemeinschaft und den praktischen Übungen gut." Fabian Müller, 13 Jahre, aus Neidenbach, seit drei Jahren in der Feuerwehr. "Es ist gut, im Team zu arbeiten und dass wir den Ernstfall mal kennenlernen. Ich habe Spaß daran, verschiedene Übungen zu machen und möchte später in die Freiwillige Feuerwehr eintreten." beba/TV-Fotos (3): Bettina Barzen