250 Einsätze wegen Feuer, Sturm und Schnee

Während die Zahl der Einsätze in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 160 und 170 gelegen hat, ist die Freiwillige Feuerwehr Bitburg in diesem Jahr bereits 247 Mal ausgerückt. An dieser Entwicklung nicht ganz unbeteiligt ist das Wetter, das zum Jahresanfang recht stürmisch war und zum Ende hin extrem winterlich wurde.

Bitburg. Bis zum Jahresende fehlen noch ein paar Tage, doch dass 2010 insgesamt weitaus einsatzreicher sein wird als 2009, hat sich schon im Sommer dieses Jahres abgezeichnet. Bereits Ende Juli hatte die Freiwillige Feuerwehr die Zahl der Einsätze vom Vorjahr überholt. Und die von den Jahren davor auch. 247 Mal (Stand: 29. Dezember) sind die Bitburger Helfer in diesem Jahr ausgerückt und damit rund 80 Mal mehr als die Jahre zuvor. Einen nicht unerheblichen Teil dieser Einsätze hat Xynthia zu verantworten. Denn das Orkantief, das Ende Februar über Deutschland zog, versorgte auch die Bitburger Feuerwehr an nur einem Tag mit 25 Einsätzen. Ebenfalls nicht spurlos vorüber gegangen ist der frühe und zugleich heftige Wintereinbruch.

Zahlreiche Unfälle haben sich in den vergangenen Wochen aufgrund der Straßenverhältnisse ereignet. In drei Fällen musste die Feuerwehr ausrücken, um bei der Rettung von Verletzten zu helfen. Hinzu kommen Einsätze wegen eingestürzter Dächer. Letzteres zählt genau wie das Befreien von verletzten Autoinsassen, Öffnen von Türen, Beseitigen von Ölflecken oder aber Entfernen von Wespennestern zu den sogenannten technischen Hilfen, die rund die Hälfte der diesjährigen Einsätze ausmachen.

In etwas mehr als 100 Fällen rückten die freiwilligen Helfer zu Brandeinsätzen aus, wobei darin auch die Nachlöscharbeiten beziehungsweise Nachkontrollen enthalten sind.

Wie Guido Weiler, stellvertretender Wehrleiter der Bitburger Feuerwehr, erklärt, zählten dabei zu den größten Einsätzen der Brand einer Wohnanlage in Mötsch (Februar), ein Dachstuhlbrand in Matzen (April), der Großbrand des Sägewerks in Dudeldorf (März) oder aber die Einsätze auf dem Gelände eines Müllentsorgers, wo es allein in diesem Jahr drei Mal gebrannt hat. Zuletzt Ende November.

Weitere logistische Großeinsätze waren die Bombenentschärfung im Stadtgebiet (Mai) sowie der Gefahrstoffeinsatz in Echtershausen (Juni).

Dass die stark gestiegene Zahl an Einsätzen personell dennoch weitgehend problemlos gemeistert werden konnte, liegt daran, dass die Feuerwehr mit ihren derzeit 176 Helfern personell ganz gut aufgestellt ist. "Es könnten natürlich immer mehr sein", sagt Weiler, doch momentan sei die Personalentwicklung "stabil bis leicht steigend". Die Gründung einer Bambini-Feuerwehr zur Sicherung des Nachwuchses sei somit vorerst noch kein Thema, könne es aber in den kommenden Jahren durchaus noch werden.

Weil aber allein die Wache der Kernstadt mindestens 23 voll ausgebildete Feuerwehrmänner und -frauen benötige, um bei einem Einsatz die Grundbesetzung zu gewährleisten, wäre als Ersatzreserve das Anderthalb- bis Zweifache an Helfern ideal, erklärt der stellvertretende Wehrleiter. Schließlich verteilen sich die 176 Mitglieder auf die zwei Löschgruppen der Stadtmitte sowie die beiden Einheiten Masholder/Mötsch und Matzen/Erdorf/Stahl. Und Brände, Unfälle und sonstige Katastrophen richten sich nun mal nicht danach, wie die Helfer gerade verfügbar sind.

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