30 000 Mini-Forellen

WILLWERATH. (mr) Der Angelverein Prüm setzt sein Artenschutzprojekt Flussperlmuschel und die Zucht der Eifeler Bachforelle mit großem Erfolg fort. Zur Zeit wuseln knapp 30 000 Mini-Forellen durch die Bassins.

Im Willwerather Bruthaus tummeln sich zur Zeit rund 30 000 kleine Bachforellen. Diese Brut ist das Ergebnis des so genannten Abstreifens, das am 4. Dezember vergangenen Jahres in Willwerath über die Bühne ging. Beim Abstreifen werden den Tieren Rogen und Milch entnommen und unmittelbar danach zusammengebracht. Dieser Befruchtungsvorgang geschieht stets unter den Augen von Fachleuten der Fischereiaufsicht. Bei einer kontinuierlichen Wassertemperatur von sechs Grad Celsius legten die Experten des Angelvereins dieses Mal knapp 32 000 Eier auf, so dass sich der Verlust in diesem Jahr arg in Grenzen hält. Exakt nach 60 Tagen schlüpfte der erste kleine Fisch schließlich im Bruthaus von Willwerath, das aus dem Quellensystem der Brunnenstube Mühlbachtal gespeist wird. "Das ist wirklich ein Top-Ergebnis", bestätigte am Freitag Achim Candels, der sich zusammen mit seinen Gewässerwart-Kollegen Heinz Illner und Erich Ternes über den Zuchterfolg freut. Lobende Worte gab es von Kreisfischereiberater Herbert Schneider und Kreisveterinär Dieter Hoff, die die Willwerather Brutstation gestern besichtigten. Mitte April siedeln die jungen Fische übrigens in die Teiche an der Litzer um. "Bis dahin sind sie kräftig genug, um sich gegen die natürlichen Feinde wie Eisvögel und Libellenlarven durchzusetzen", ist Achim Candels optimistisch. Bis zur Fangreife wird es allerdings noch etwas dauern. Die wird vermutlich erst in etwa zweieinhalb Jahren erreicht. gel/BP

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