30 Gemeinden haben bei Projekt Bitburger Landgänge Vorschläge gemacht

Wandern im Bitburger Land : Mühsam geplanter Sonntagsausflug

30 Gemeinden haben im Rahmen des Projekts „Bitburger Landgänge“ ihre Vorschläge für die Ausweisung neuer Rundwanderwege eingereicht. Mit den veranschlagten 100 Kilometern Gesamtlänge wird es eng.

(uhe) Vergangenen Dezember wurde das Projekt vorgestellt, bis Anfang 2020 sollte es umgesetzt sein. Zugegeben, der Zeitplan sei durchaus etwas ambitioniert gewesen, räumt Matthias Irle ein. Aber manchmal sei es eben wichtig, ein wenig Druck zu machen, damit ein Projekt nicht ins Stocken gerate. Doch aufgrund der Kommunalwahl habe sich dieses Stocken dann eben doch nicht ganz vermeiden lassen.

Im konkreten Fall geht es um das Projekt „Bitburger Landgänge“, das der Planer aus Manderscheid betreut. Im Rahmen dieses Leader-Projekts (siehe Infobox) sollen im gesamten VG-Gebiet neue Spazierwege entstehen. Unterschieden wird dabei zwischen zwei Kategorien:  Zur Zielgruppe der ersten Kategorie gehören leicht begehbare Routen mit einer Länge von zwei bis vier Kilometern, die vor allem für Sonntags-Spaziergänger, Familien und Senioren gedacht sind. Die zweite Kategorie, deren Rundwege vier bis acht Kilometer lang, ebenfalls gut begehbar, aber auch durchaus etwas anspruchsvoller sein sollen, richtet sich an Kurzwanderer und Erholungssuchende.

Was alle Wege gemeinsam haben sollen, ist die einheitliche Markierung. Zudem muss jeder Rundweg mit einem gut erreichbaren Ausgangspunkt samt Parkmöglichkeit ausgestattet sein. Eine weitere Gemeinsamkeit ist darüber hinaus die Förderung. Die Kosten für die Planung und die Konzeption des Leader-Projekts trägt nämlich die VG. Die Ausgaben für Schilder und gegebenenfalls auch Bänke sollen zu 70 Prozent über den Leader-Zuschuss (insgesamt 110000 Euro) abgedeckt werden. Die restlichen 30 Prozent müssten dann die Gemeinden tragen.

Das ist der Plan, an dessen Umsetzung Irle und auch die Tourist-Information Bitburger Land arbeiten. Nach Auskunft von Monika Mayer, zuständiger Mitarbeiter der Tourist-Info, haben rund 30 Gemeinden mögliche Routen eingereicht. „Die vorgeschlagenen Wege sind inzwischen alle auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft worden und in einigen Fällen mit Verbesserungs- oder Anpassungsvorschlägen an die Gemeinden zurückgeschickt worden“, sagt Mayer. Und die ersten Gemeinden hätten darauf bereits reagiert und ihre Freigabe erteilt.

Wie Irle erklärt, lägen die vorgeschlagenen Rundwege alle innerhalb der Vorgabe. „Der kürzeste Weg ist drei Kilometer lang und die längsten haben eine Länge von sechs bis acht Kilometern“, sagt der Planer. Noch nicht ganz sicher ist derzeit allerdings, inwieweit die Vorstellungen der Gemeinden alle berücksichtigt werden können. Laut Vorgabe nämlich war die Leader-Förderung für insgesamt 100 Kilometer gedacht. „Das wird aber nicht ganz reichen“, sagt Irle. Mit dem, was an Routen eingereicht worden sei, läge man bereits jenseits der 100er-Marke.

Der Planer hofft allerdings, dass trotzdem keiner auf der Strecke bleibt. „Es könnte sein, dass wir einige der Routen etwas günstiger umsetzen können“, sagt er. Dadurch ergebe sich dann unter Umständen die Möglichkeit, letztlich dann doch mehr als die veranschlagten 100 Kilometer auszuweisen. Zudem weist Irle darauf hin, dass den Gemeinden bislang noch keine Kosten entstanden seien. Diese kämen ja erst mit der Umsetzung. „Sollten die Gemeinden feststellen, dass ihnen der Rundweg doch zu teuer oder zu aufwendig wird, können sie das Vorhaben ja immer noch abbrechen“, sagt der Planer. Unter Umständen komme man am Ende mit den 100 Kilometern dann doch hin.

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