300 schunkelnde Landfrauen und der Bergische Jung

300 schunkelnde Landfrauen und der Bergische Jung

Wieder gut besucht: Mehr als 300 Frauen sind zum Landfrauentag ins Haus der Jugend in Bitburg gekommen. Sie genossen einen Nachmittag lang ein buntes Unterhaltungsprogramm. Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt von Willibert Pauels alias der Bergische Jung.

Bitburg. Kabarettist Willibert Pauels hat beim Landfrauentag im Bitburger Haus der Jugend für ausgelassene Stimmung gesorgt. Auch das gesamte Rahmenprogramm bereitete den Anwesenden Freude und brachte gute Laune.
Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Chor, der die Besucher mit einem selbst gedichteten Lied auf den Nachmittag einstimmte. Begleitet vom Schunkeln der Menge gaben die Musikerinnen zusätzlich das Lied "Tulpen aus Amsterdam" zum Besten. Zur Begrüßung wünschte sich die Vorsitzende Adelheid Epper, dass der Frühling endlich Einzug hält, bevor sie eine Bilanz für das Jahr 2012 zog.
Insgesamt konnten 43 neue Mitglieder gewonnen werden. Mittlerweile hat der Bitburger Verein rund 600 Mitglieder. Gemeinsame Unternehmungen, aber auch Fortbildungen und Beratungen gehören heute genauso zum Angebot der Landfrauen wie der obligatorische Kuchen.
Im Anschluss folgte die Begrüßung der Ehrengäste. Dabei war unter anderem der Landrat des Eifelkreises, Joachim Streit, der auch einige Worte an die Besucher richtete. "Ich möchte Sie beflügeln weiterzumachen", sagte Streit, der nicht nur die Arbeit des Vorstandes lobend hervorhob, sondern diese auch mit einem Scheck belohnt hat. Auch Ortsbürgermeister Kandels lobt das Engagement der Landfrauengruppe.
Höhepunkt des Landfrauentages war der Auftritt des Kabarettisten und Diakons Willibert Pauel, der nicht nur für großes Gelächter sorgte, sondern auch ernste gesellschaftliche Themen ansprach. In seinem ebenso lustigen wie tiefgründigen Vortrag zog er die Zuhörerinnen sofort in seinen Bann.
Lieblingsgetränk aus Bitburg


Spätestens als der Bergische Jung betonte, sein Lieblingsgetränk stamme seit der Pubertät aus Bitburg, gewann er die Herzen der Landfrauen im Handumdrehen für sich. Dass Kabarett und Kirche unter einen Hut zu bringen sind, bewies er, indem er zwar Scherze auf Kosten von Kardinal Meisner machte, aber auf humorvolle und kritische Weise auch ernste politische und religiöse Themen wie Beschneidung oder Abtreibung zur Sprache brachte.
Ganz im Stil des Kölner Karnevals gelang dem "Bergischen Jung" ein Spagat aus Komik und Kritik.
Nach der Kuchenpause heizten die Frechen Früchte mit einem Medley von Pur der Menge ein. Klatschend wurden die drei jungen Frauen verabschiedet. fkl

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