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330 Menschen sind zur Typisierung in Bitburg gekommen

Typisierung : Typisierung in Bitburg: Hoffen auf Hilfe für Jörg

330 Menschen lassen sich bei Aktion von Brauerei und Stefan-Morsch-Stifung typisieren, um erkranktem Handwerker zu helfen.

„Ich bin überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft. Da fehlen mir die Worte, ich bin sehr gerührt“, sagte Jörg am Sonntagnachmittag. Gegen 14 Uhr waren bereits knapp 150 Menschen zur Typisierung gekommen. „Die ersten standen schon vor Beginn um 12 Uhr hier in der Warteschleife“, berichtete Helmut Johanns, Vorsitzender des Betriebsrates bei der Bitburger Brauerei.

Damit alles reibungslos ablaufen konnte, waren von der Bitburger Brauerei und von Jörgs Motorradclub jeweils rund 15 Leute im Einsatz. Die Stefan-Morsch-Stiftung stellte acht fachlich geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Dienst der guten Sache.

„Wir haben ein Drive-In mit zwei Stationen, bei dem auch Fußgänger mitmachen können, aufgebaut. An der ersten Station bekommen die Menschen die Einwilligungserklärung. An der zweiten Station wird die ausgefüllte Einwilligung von Mitarbeitern entgegengenommen und überprüft. Danach wird ein Stäbchen ausgegeben, mit dem man sich dann unter Anleitung die Speichelprobe selbst entnimmt“, erklärte Fabian Korb, Verantwortlicher der Stefan Morsch Stiftung.

„Bis zur Feststellung des Ergebnisses, ob bei der heutigen Aktion ein geeigneter Spender für Jörg gefunden wurde, braucht unser Labor etwa zehn bis 14 Tage“, ergänzte Korb. 

Ralf Näfken und Tochter Celine aus Bitburg hatten aus der Zeitung von der Aktion gehört. „Spontan waren wir bereit zu helfen. Ich finde es ist eine Selbstverständlichkeit, wenn es auch nur eine kleine Chance gibt, jemandem das Leben zu retten, dann muss diese Chance genutzt werden. Dazu leisten wir gerne unseren Beitrag“, so Näfken. Am Ende des Tages waren die beiden zwei von insgesamt 330 Spendern.

Der 53-jährige Jörg ist von einer bösartigen Krankheit betroffen. Nur eine Stammzellenspende kann ihn heilen, doch trotz weltweiter Suche wurde noch kein genetisch passender Spender oder Spenderin gefunden. Um diesen lebensrettenden genetischen Zwilling zu finden, gingen sein Motorradclub gemeinsam mit seinem Arbeitgeber, der Bitburger Braugruppe GmbH, auf die Suche nach einem Spender.

 Am Sontag fand in Bitburg eine Typisierungsaktion für den kranken Jörg statt.
Am Sontag fand in Bitburg eine Typisierungsaktion für den kranken Jörg statt. Foto: Höser Rudolf

Die Geschäftsführung der Bitburger Brauerei und die Betriebsgemeinschaft haben die Registrierungskosten von je 40 Euro für die Spender ab dem 40. Lebensjahr übernommen. Jetzt bleibt zu hoffen, dass ein Spender gefunden wird.