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50 Jahre im Dienste der weiblichen Landbevölkerung

50 Jahre im Dienste der weiblichen Landbevölkerung

Arzfeld. (red) Das große Fest zum 50-jährigen Bestehen der Landfrauen Arzfeld hat im aufwendig dekorierten Dorfgemeinschaftshaus stattgefunden. Mitglieder, Nichtmitglieder und viele Ehrengäste feierten gemeinsam. Zu einem großen Fest gehört natürlich auch ein entsprechendes Rahmenprogramm: Als Erstes traten die "Eifel-Kids" mit ihren Frühlingsliedern auf. Christa Klaß, Vorsitzende des Landesverbands der Landfrauen und Europaabgeordnete, resümierte in ihrem Grußwort, dass sich seit dem Gründungsjahr 1960 einiges geändert hat. Die Emanzipation der Frauen habe enorme Fortschritte gemacht. Was vor 50 Jahren fast noch unmöglich war, erscheine heute sowohl in Stadt als auch auf dem Land völlig normal. Frauen bekleiden beispielsweise hohe Ämter. Lebensbedingungen für die Frauen verbessern



Auch die Landfrauenverbände nahmen an der rasanten Entwicklung teil. Das hätte sich 1898 die ostpreußische Gutsfrau Elisabeth Boehm sicherlich nicht träumen lassen, dass ihre Idee einen Landfrauenverein zu gründen, um die Lebensbedingungen von Frauen, insbesondere von Bäuerinnen, zu verbessern, nach 112 Jahren noch Gültigkeit hat. Christa Klaß' Fazit lautet: "Gäbe es die Landfrauenverbände nicht, man müsste sie erfinden!"

Für die Arzfelder Landfrauen war in ihrem Gründungsjahr 1960 das vorrangige Ziel, Frauen qualifizierte Beratung anzubieten. Auch heute wird in Lehrgängen neues Wissen vermittelt, jedoch sind alle Frauen auf dem Land angesprochen, egal welcher Altersgruppe oder Gesellschaftsschicht sie angehören.

Wenn auch der Arzfelder Landfrauenverband der kleinste der Landfrauenverbände in Rheinland-Pfalz ist, so verstehen es die Mitglieder, schöne Feste zu gestalten. Ihnen steht mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Arzfeld ein adäquates Haus zur Verfügung.

Nach der ausgiebigen Stärkung kam dann der Höhepunkt der Veranstaltung: Es traten die "Zwei aus der Eifel", Hubert vom Venn und Jupp Hammerschmidt, mit ihrem aktuellen Programm "Hedwig kommt mächtig" auf.

In diesem Stück geht es um die Bürgermeisterwahl in einem Ort. Und der einzige männliche Kandidat erfährt auf einmal, dass er mit der Konkurrenz von Hedwig rechnen muss. Was ihm absolut missfällt, handelt es sich doch um eine Frau.