500 Narren feiern den Höhepunkt des Prümer Sitzungskarnevals

500 Narren feiern den Höhepunkt des Prümer Sitzungskarnevals

Mit einem mehr als sechstündigen Programm haben die Prümer Jecken der Karnevalsgesellschaft 1881 Prüm ihre Galasitzung gefeiert - und rund 500 Besucher feierten mit dem Prinzenpaar Jana I. und Andreas II. den ersten Höhepunkt der Prümer Session in der Karolingerhalle.

Das Prümer Prinzenpaar Jana I. und Andreas II. eröffnen die Galasitzung der Prümer Karnevalsgesellschaft 1881 mit der Prümer Garde. TV-Foto: Christian Brunker.

Prüm. "Wow, wir haben eineinhalb Stunden überzogen, das schafft ja nicht mal der Gottschalk" - es war kurz vor ein Uhr nachts, als Sitzungspräsident Dominik Hoffmann noch mal alle Aktiven und die närrischen Hoheiten der benachbarten Vereine aus Niederprüm, Sellerich und Schönecken zum großen Finale auf die Bühne bat. Doch die sechs Stunden Programm zuvor hatten es in sich.

Gleich zu Beginn zeigten die "Diddeldöppcher" aus St. Vith, warum sie seit Jahren gern gesehene Gäste auf der Prümer Sitzung sind. Denn ihre akrobatische Tanzvorführungen ließ so Manchem den Atem stocken. Ebenfalls wieder dabei: Patrick Bormann, der als "Landarzt aus Lützkampen" die Lokalpolitik kräftig und deftig aufs Korn nahm. So dürfe er keine Witze über die SPD machen, "Minderheitenwitze sind ja verboten". So ganz lassen konnte er es dennoch nicht. Die Prümer SPD habe ja jetzt mit Alois Tautges einen neuen Vorsitzenden. "Der hat schon den SV Prüm kleingekriegt, das bisschen SPD schafft er mit links", sagte Hoffmann. Aber auch Michael Billen sei wieder erfolgreich - "als Werbefigur für Pattex, keiner klebt besser an seinem Stuhl". Ohne Worte kamen Marcel und Johannes Meyer bei ihrem Sketch aus - und sorgten doch damit für einen absoluten Höhepunkt im Programm. Auf Leitern stehend kommunizierten Sie nur mit auf Plakate gedruckten Sätzen, die sie der Reihe nach aufhängten und endeten mit einem furiosen "Bruder Jakob"-Kanon.

Mit den Tiefen der Prümer Lokalpolitik beschäftigten sich Ekkehard Reuschen und Norbert Baur bei "Wer wird Millionär". Dabei musste Baur als herrlich unterhaltsamer Kandidat Fragen beantworten, unter anderem, warum es in der Prümer Vorweihnachtszeit zu einem Eklat gekommen war. Die richtige Antwort war natürlich der "Weihnachtsbaum ohne Parkschein"- und nicht etwa der Glühweinverkauf beim Turmblasen.

Bei Elli Kees' Büttenrede musste schließlich Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde ("Ja, ich verbinde die Bürger, wenn sie verletzt sind") Prüm, auf die Bühne, um zusammen mit Prinzessin Jana und einigen Anderen ein spontanes Tänzchen zu zeigen.

Das Programm und die Aktiven:

Gardetanz (Diddeldöppcher aus St. Vith), Rock'n'Roll (Hot Shoes), Büttenrede (Patrick Bormann), Showtanz (Wildcats), Überraschungssketch (Musikverein Prüm), Gardetanz (Rote Funken), Sketch "Wer wird Millionär" (Eckehard Reuschen, Norbert Baur), Solomariechen (Sarah Baur), Büttenrede "Ohne Worte" (Marcel Meyer, Johannes Meyer), Showtanz (Elferrat der KG Prüm), Gardetanz (Gardeballett), Büttenrede "Efje van Kampen" (Elli Kees), Dance Hiphop (Fit Inn), Büttenrede (Eifelröschen), Kölsche Lieder (Sockenschuss), Empfang Dreigestirn mit Gefolge aus Niederprüm, Gardetanz (Funkengarde), Showtanz (Gardeballett), Empfang Gastvereine und alle Aktiven.

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