Verkehr: A 60 entlastet viele Straßen in der Eifel

Verkehr : A 60 entlastet viele Straßen in der Eifel

Auf den Hauptverkehrsadern hat sich in den vergangenen 20 Jahren einiges getan. Das führt auch zu anderen Verkehrsflüssen.

Wer früher, also bis etwa zum Jahr 2000, in der Eifel unterwegs war, musste mitunter etwas Zeit einplanen. Denn wer zum Beispiel von Wittlich nach Bitburg wollte, fuhr über die B 50 an Spangdahlem vorbei bis zur Bierstadt. War ein Traktor oder ein LKW unterwegs, konnte die Fahrt schon mal länger dauern.

Doch haben sich mittlerweile die Verkehrsdichten auf den Hauptstrecken in der Eifel stark verändert. Ein Grund dafür ist zum Beispiel der Bau der A 60, auf der nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Gerolstein 12 740 Autos in 24 Stunden an der Anschlussstelle Spangdahlem gezählt wurden. Laut Bruno von Landenberg vom Landesbetrieb Mobilität ist das Autobahnstück bis zum Kreuz Wittlich-West 2002 fertiggestellt worden. Und so wurden im Jahr 2015 bei einer Zählung, die laut von Landenberg alle fünf Jahre erfolgt, auf der B 50 zwischen Bitburg und Landscheid nur noch 6494 Autos an einem Tag gezählt. Im Jahr 1995 waren es noch 8513.

Verkehrsdichte auf Eifelstrecken. Foto: TV/Schramm, Johannes

Laut LBM liegt das allerdings nicht nur an der A 60. Auch die Schließung der Bitburger Housing hat dazu geführt, dass weniger Autos zwischen der Stadt und der Airbase Spangdahlem unterwegs sind. Messpunkt ist laut LBM immer Bitburg Mötsch.

Die Fertigstellung der A 60 hat aber auch Auswirkungen auf andere Streckenabschnitte. Auf der B 257 zwischen Bitburg und Daun ist von 6630 Autos im Jahr 1995 auf 5907 im Jahr 2015 gesunken. Messpunkt war hier zwischen Bitburg und Matzen. Auf der Strecke zwischen Bitburg und Helenenberg stagniert die Zahl der Fahrzeuge pro Tag ungefähr. 1995 wurden an einem Tag 17 075 gezählt, zwanzig Jahre später 17 287.

Laut Bruno von Landenberg ist das Verkehrsaufkommen generell größer, wird aber ebenfalls durch die A 60 entlastet, so dass es zu fast gleichen Zahlen kommt.

Auf anderen Strecken hat die Verkehrsdichte zwischen den Messungen von 1995 und 2015 stark zugenommen. Auf der B 257 zwischen Bitburg und Echternach waren 1995 am Messpunkt Masholder  8953 Autos unterwegs, zwanzig Jahre später 11 075. Laut LBM ist dies auf den Pendlerverkehr nach Luxemburg zurückzuführen, der stark zugenommen hat.

Nicht ganz so gravierend macht sich dieser auf der Strecke Bitburg Roth an der Our in Richtung Bitburg bemerkbar. Dort sind es 9819 Autos im Jahr 2015, die bei Bitburg-Stahl gemessen wurden, zwanzig Jahre zuvor waren es 8749 Wagen pro Tag.

Die Investitionen in den Straßenbau haben sich in den vergangenen Jahren fast verdreifacht. Wie Bruno von Landenberg mitteilt, waren es im Jahr 1998 11,2 Millionen Euro. 2018 wurden 33,1 Millionen Euro für den Straßenbau ausgegeben. In die Bundesstraßen werden pro Jahr etwa 15 Millionen Euro investiert.

Engpässe gibt es laut LBM auf den Strecken kaum. Als Grund nennt von Landenberg den hohen Ausbaustandard. Nur um Bitburg herum zwischen den Anschlüssen Bitburg Zentrum und Bitburg Echternacher Straße könne es zu Stauungen kommen. Deshalb plane man derzeit den Anbau von beidseitigen Verflechtungsspuren (der TV berichtete).

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