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Ab Mai könnten Bagger auf ehemaligen Plewa-Gelände in Speicher rollen

Stadtentwicklung : Startschuss für das Wohnwerk Speicher

Der Stadtrat Speicher hat die Planungen für das neue Wohnquartier auf dem Plewa-Gelände abgesegnet. Im Mai könnten erste Abrissarbeiten beginnen.

Die Speicherer werden langsam nervös. Seit gut einem Jahr warten sie vergeblich auf die Bagger in der Kapellenstraße. Darauf, dass die Abrissbirne endlich die maroden Buden auf dem Gelände des ehemaligen Plewa-Werks 1 plattmachen. Und Platz schaffen für das neue Wohnquartier, das dort schon seit gut einem Jahr in der Planung ist.

Doch es gibt gute Neuigkeiten: Es sieht so aus, als würde es nun bald losgehen. „Kurz nach Ostern“, sagt Projektentwickler Jan Eitel von der neu gegründeten Firma „Wohnwerk Speicher“, „sind Begehungen de Geländes mit Abbruchunternehmen geplant.“ Damit könnte es im Mai möglicherweise schon losgehen mit den Arbeiten.

Viel zu sehen sein wird zwar wohl anfangs noch nicht. Denn die beauftragte Firma wird laut Eitel erstmal die Gebäude leerräumen und all den vor 40 Jahren von der Firma Plewa liegengelassenen Abfall entsorgen. Danach aber soll der Abriss in Gang kommen, sagt Eitel.

Der Stadtrat Speicher hat dafür in der jüngsten Sitzung die Voraussetzung geschaffen. Einstimmig hat das Gremium beschlossen, das frühere Betriebsgelände zwischen Merscheider Weg und Kapellenstraße zum „Entwicklungsgebiet Plewa I“ zu erklären.

Zuvor hatten sich die Kommunalpolitiker noch mit dem Ergebnis einer Untersuchung des Grundstücks auseinandergesetzt sowie mit den Stellungnahmen von Behörden und Bürgern. Aber auf großartige Diskussionen wurde verzichtet.

Denn Überraschungen traten dabei nicht zutage. „Es ist nichts angefallen, was den Fortgang des Projektes gefährden würde“, sagt Stadtbürgermeister Erhard Hirschberg, der sich darüber freut, dass es nun endlich losgeht.

In den nächsten Jahren soll aus der früheren Brache ein neues Stadtquartier mit 120 bis 140 Wohnungen werden. Bauvolumen: mehrere Millionen Euro. Der erste Schritt ist der Umbau des Komplexes gegenüber vom Friedhof in der Kapellenstraße. Hier plant die „Wohnwerk Speicher“ GmbH aus einem zusammenhängenden Trakt ein U-förmiger Komplex mit Innenhof zu machen. Wobei manche Teile des Hauses stehenbleiben und andere niedergerissen werden sollen.

„Der Wandel wird jetzt spürbar“, verspricht Eitel. Und die wenigen Monate bis die Bagger rollen, sind dann wohl auch noch zu verschmerzen. Zuvor hatte die ehemalige Steinzeugfabrik ja immerhin gut 40 Jahre leergestanden.