Abfallentsorgung im Eifelkreis kostet Bürger ab 2020 mehr

Kostenpflichtiger Inhalt: Abfall : Die Müllabfuhr soll im Eifelkreis teurer werden

Zum 1. Januar 2020 sollen die Gebühren für Abfuhr und Entsorgung von Restabfall steigen.

Die Gebührenstruktur für die Abfallentsorgung ab dem 1. Januar 2020 war eines der Themen auf der Verbandsversammlung des Zweckverbands Abfallwirtschaft in der Region Trier (ART) am Donnerstagabend. Die Struktur soll, so hat es die Versammlung den Landkreisen und der Stadt Trier empfohlen, im gesamten Gebiet des ART, das neben dem Eifelkreis Bitburg-Prüm die Stadt Trier, den Kreis Trier-Saarburg, den Kreis Bernkastel-Wittlich und den Vulkaneifelkreis umfasst, nach und nach angepasst werden. Für den Eifelkreis würde sich folgendes ergeben:

Gebühren: Die Grundgebühr für die Bereitstellung einer grauen Tonne für den Restabfall und einer Blauen Tonne beträgt derzeit 40 Euro, für jede weitere Blaue Tonne werden laut Gebührensatzung des ART auf deren Internetseite 7,20 Euro fällig. Jede Leerung wird zusätzlich zur Grundgebühr bezahlt. Dafür werden fällig: 1,55 Euro bei einer 80-Liter-Tonne, 2,15 Euro für einen 120-Liter-Behälter und 3,90 Euro für eine 240 Liter fassende Graue Tonne. Berechnet man eine 13-malige Abholung im Jahr, kommen folgende Jahresgebühren zusammen: 60,15 Euro für 80-Liter-Gefäße, 67,95 Euro für 120-Liter-Behälter und 90,70 für 240-Liter-Tonnen.

Künftig sollen die Gebühren steigen. Die Jahresgrundgebühr für 80-Liter-Tonnen soll, bei 13 Leerungen, 81,56 Euro betragen, für 120-Liter-Behälter 107,02 Euro und für 240-Liter-Tonnen 133,72 Euro. Jede zusätzliche Leerung zu den standardmäßig angebotenen 13 Leerungen – so ist ein Vier-Wochen-Rhythmus gewährleistet – kostet bei 80 Litern 9,48 Euro, bei 120-Liter-Tonnen 10,76 Euro und für eine 240-Liter-Gefäß 12,04 Euro.

Standardmäßig haben die Haushalte im Eifelkreis Bitburg-Prüm einen 240 Liter fassende Restmülltonne, rund 74 Prozent aller Abfallbehälter haben diese Größe laut ART. Künftig soll aber auch hier die Größe der Grauen Tonnen nach den im Haushalt lebenden Menschen berechnet werden, analog zum Beispiel zum Landkreis Bernkastel-Wittlich. Haushalte bis vier Personen bekommen dort standardmäßig eine 80-Liter-Tonne, Haushalte mit fünf bis sechs Personen einen 120-Liter-Behälter, Wohneinheiten mit sieben bis zehn Personen eine 80-Liter- plus eine 120-Liter-Tonne und Häuser mit elf bis zwölf Bewohnern 240-Liter-Tonnen. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich hat die Mehrheit der Haushalte (57 Prozent) eine 120-Liter-Tonne.

Die Haushalte im Eifelkreis Bitburg-Prüm sollen angeschrieben werden, welche Tonnengröße sie künftig nutzen wollen. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm liegt beim Pro-Kopf-Aufkommen an Restabfall laut ART deutlich über den Werten der übrigen Verbandsmitglieder.


Das ist in der Gebühr enthalten:
Die 13-malige Leerung der Restabfallbehälter ist in der Grundgebühr abgedeckt. So lässt sich über das Jahr gesehen ein Vier-Wochen-Rhythmus einhalten. Ebenfalls inkludiert ist die Sperrmüllabholung an vier Terminen pro Jahr, die Problemabfallentsorgung, die Abgabe von Grüngut an den jeweiligen Annahmestellen, die Abholung des Papiermülls in der Blauen Tonne alle vier Wochen und die Abgabe von Bioabfällen an den jeweiligen Sammelstellen (Biotüte).

Zahl der Leerungen: Bisher gab es im Eifelkreis keine Mindestentleerungen, gezahlt wurde nach Bedarf. Das ändert sich nun auf 13 Leerungen im Jahr.

Wie geht es weiter? Die neue Gebührenstruktur wird auf Kreisebene thematisiert und besprochen und anschließend im Kreistag beschlossen. Abschließend wird sie von der ART-Zweckverbandsversammlung am 17. September abgesegnet.

Die Entscheidung zu diesem späteren Termin ist unter anderem nötig, weil sich noch nicht alle Gremien bis zum vergangenen Donnerstag konstituiert hatten.

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