Abkühlen unter freiem Himmel

Abkühlen unter freiem Himmel

PRÜM. Die Kurpark-Sauna hat noch einmal zugelegt: Seit kurzem gibt es eine Sonnenterrasse im neuen 600 Quadratmeter großen Freigelände. Dem Schneewälzen nach dem Saunabesuch steht nun nichts mehr im Wege.

Der Weihnachtsbaum ist schneebedeckt, die Gartenmöbel sind es auch. Wie das gesamte neue Freigelände der Kurpark-Sauna. Heute ist Donnerstag und Donnerstag ist Frauensauna. "Das ist der Kracher", weiß Georg Geimer, zuständig für den Kurcenter-Zweckverband angesichts der hohen Besucherzahlen. Nachdem die Sauna vor einem Jahr komplett renoviert wurde, sind mit dem Freigelände (600 Quadratmeter) und der Sonnenterrasse (50 Quadratmeter) die Arbeiten vorerst abgeschlossen. Dafür haben Verbandsgemeinde und Kreis Bitburg-Prüm 30 000 Euro bezahlt. Mediterrane Atmosphäre

Statt durch "Kreißsaal-Atmosphäre" (Zitat: Geimer) wandelt der Gast nun durch eine Sauna-Landschaft, die den Vergleich mit renommierten Wellness-Hotels nicht scheuen muss. Im Gegenteil: Terracotta-farbene und hellgelbe Wände im mediterranen Stil, Finnische und Softsauna, Solarium, Dampfbad, Tauchbecken und Ruheraum lassen keine Wünsche übrig. Der gemeinsame Zugang zur Medi-Fit-Abteilung Messerich und zum Hallenbad wurde ebenfalls erneuert. Die künstlerische Gestaltung im Flur, sprich Anstrich und Dekoration, haben ehrenamtlich Christa Pfeiffer und Heidi Baltes, Mitarbeiterin bei Medi-Fit, übernommen, sagt Geimer. Er habe nur die Farbe besorgt, den Rest haben die Frauen nach Feierabend und am Wochenende erledigt. 16 Jahre ist es jetzt her, dass das Prümer Freizeitbad komplett umgebaut wurde. Anstrich, Türen und technischer Bereich wurden in der Vergangenheit modernisiert oder erneuert. "Die Wasseraufbereitungsanlage ist das Neueste vom Neuen", sagt Geimer. Dank der neuen Technik habe der Zweckverband bei den Betriebskosten seit 1996 etwa 60 000 Euro eingespart. Dass der Badegast dem Prümer Bad sein Alter nicht anmerkt, sei auch "der guten Seele", Heizungsbauer Otto Schaperdoth, zu verdanken, sagt Geimer. Der habe nicht nur das erste Bad 1972 mitgebaut, sondern repariere auch nach seiner Pensionierung als Hausmeister noch tropfende Wasserhähne und verstopfte Toiletten. "Otto kümmert sich hier um alles, so als wäre es sein Zuhause", lobt Geimer. Er sei stolz auf seine Truppe und die Pächter. "Ich alleine kann doch hier gar nichts ausrichten." 16 Jahre lang blieben die Preise gleich

Um Verständnis wirbt er für die neue Eintrittspreise, die seit Herbst 2005 gelten und erstmals seit 16 Jahren um 50 Cent erhöht wurden. Erwachsene zahlen nun vier Euro, Kinder (ab sechs Jahren), Jugendliche, Studenten und Schwerbehinderte zwei Euro ohne Zeitbegrenzung. Das sei familienfreundlicher, als wenn man stündlich abrechnen würde, sagt der Sachbearbeiter. Eine fünfköpfige Familie könne so für 14 Euro den ganzen Tag im Freibad verbringen. Wer eine Wertkarte für 100 Euro kauft, umgeht sogar die Preiserhöhung. Früher hat die große Geldkarte den Eintrittspreis um 33 Prozent gesenkt, heute sogar um 50 Prozent, rechnet Geimer vor. Stammschwimmer treffe die Preiserhöhung also gar nicht. Erfreuliche Neuigkeiten: Ab Januar können die Prümer Frühschwimmer schon ab 6.30 Uhr ins Bad. Montags wird die Schwimmzeit von 21 auf 22 Uhr verlängert. Dienstags gibt es ab 21 Uhr ab sofort "Sauna-Schwimmen". Und danach: Ab in den Schnee - eine Runde wälzen.

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