Abwasser

Zum Artikel "Heilbach siegt auf ganzer Linie" (TV, 15. Mai) meint dieser Leser:

Der Artikel über die Abwasserbeseitigung der Ortsgemeinde Heilbach enthält leider nur die halbe Wahrheit. Kleinkläranlagen sind für dauernd bewohnte Einzelgehöfte, wo eine leitungsgebundene Abwasserentsorgung wirtschaftlich keinen Sinn macht, eine sinnvolle Lösung. In geschlossenen Ortslagen machen sie nach Meinung aller maßgeblichen Fachleute und Fachbehörden absolut keinen Sinn. Hier wird eine zentrale Anlage immer die kostengünstigste und sinnvollste Lösung sein. Aber auch im Bericht über die weiträumige Gemeinde Heilbach werden einige Tatsachen nicht korrekt wiedergegeben. Weder die Investitionskosten noch die Betriebskosten, die für die Ortsgemeinde Heilbach angeführt werden, halten einer objektiven Prüfung durch Fachleute stand. Was hier mit keiner Silbe erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass die Verbandsgemeinde als Abwasserbeseitigungspflichtiger, für die Genehmigung zur Einleitung in die nachfolgenden Gewässer zuständig ist und bleibt. Für Gewässerverunreinigungen, die bei schlecht überwachten Kleinkläranlagen jederzeit auftreten können, darf dann die Solidargemeinschaft-Verbandsgemeinde- geradestehen. Ob die immer größer werdende Zahl älterer Bürger, sich bis ins hohe Alter mit dem Betrieb einer Kleinkläranlage auf dem eigenen Grundstück beschäftigen will und vor allen Dingen kann, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.Ist dies wirklich ein "Sieg auf ganzer Linie"? Dies erscheint mir doch fraglich zu sein. Es ist eher zu befürchten, dass in einigen Jahren, wenn naturgemäß die ersten Probleme mit den Anlagen auftreten, das böse Erwachen kommt. Und dann wird man die Verantwortlichen für das "Wunder von Heilbach" vergeblich suchen, und man wird wieder nach der Solidargemeinschaft rufen, der man jetzt aus purem Eigennutz den Rücken zuwendet. Das nennt man dann wohl: "Weitsicht und Mitdenken im Sinne der Menschen vor Ort". Robert Steimetz, Bollendorf

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort