1000 Besucher auf dem Hahnplatz: Adventsblasen eröffnet Prümer Weihnachtszeit

1000 Besucher auf dem Hahnplatz : Adventsblasen eröffnet Prümer Weihnachtszeit

Rund 1000 Menschen feiern die Traditionsveranstaltung auf dem neu gestalteten Hahnplatz.

(now) Glühwein und heißer Punsch sind bei leichtem Frost am Samstagabend die besten Hilfsmittel, um bei Minustemperaturen auf dem Hahnplatz auszuharren. Die Weihnachtsbuden auf dem Johannismarkt liegen für die Besucher des Adventsblasens ja direkt auf dem Weg.

Ein kurzer Zwischenstopp, um mithilfe der Heißgetränke die Kälte aus den Knochen zu treiben, macht Sinn. Viele werden für die zusätzlich aufgenommene Wärme dankbar sein, denn der für 20 Uhr geplante Beginn des Adventsblasens verzögert sich um fast 20 Minuten.

Der Grund: Die Vorabendmesse in der Basilika dauert etwas länger, die ersten Töne, die traditionell vom Turm der Basilika über den Hahnplatz schweben, erklingen erst, als sich auch die letzten Besucher der Messe zu den Menschen draußen gesellt haben.

Dann aber versinkt die Menge in andächtiges Schweigen, als die Bläser des Musikvereins 1834 Prüm das erste Stück anstimmen. Die Musiker sind auf vier Punkte rund um den Hahnplatz verteilt: Sie stehen auf dem Balkon des Hotels „Zum goldenen Stern“, dem Balkon der Volksbank Eifel und in einem der Basilikatürme -– die Solotrompete erklingt aus dem Fenster einer Privatwohnung.

Es ist ein musikalisches Frage- und Antwortspiel aus vier Richtungen, dem die rund 1000 Menschen teils mit gesenktem Kopf und geschlossenen Augen folgen.

Nach rund einer halben Stunde, und erst nachdem der letzte Ton des „Sterziger Andachtsjodlers“ endgültig  vom Wind fortgetragen ist, brandet langsam Applaus auf, der stetig anschwillt.

Der besinnliche Beginn der Adventszeit fand in den vergangenen drei Jahren wegen des Umbaus des Hahnplatzes sprichwörtlich auf einer Baustelle zwischen Baggern und Kieshaufen statt. In diesem Jahr war das seit mehr als vier Jahrzehnten veranstaltete Adventsblasen die Premiere für das neu gestaltete Zentrum der Abteistadt. Das freut natürlich auch die Besucher, von denen einer im Vorbeigehen sagt: „Jetzt kann man endlich wieder in der Mitte des Platzes stehen um die Musik richtig zu genießen.“