Ähre, Eichel und mehr

HARGARTEN. (js) Erstmals besitzt die kleine Gemeinde Hargarten bei Lambertsberg ein eigenes Wappen. Am Samstag wurde es von Bildhauer Peter Weiland der Ortsgemeinde übergeben.

Drei Kilometer östlich von Waxweiler liegt es, auf einer kleinen Hochfläche des Isleks: Hargarten. Eine herrliche Fernsicht bietet sich dem Betrachter aus einer Höhe von rund 500 Metern. Die Ortsteile Gesotz und Dierbachtal grüßen aus der Ferne. Erstmals erwähnt wird Hargarten im Jahr 1220: "Hargarde" hieß es damals im Güterverzeichnis der Abtei St. Maximin, Trier. Der Ortsname geht aus "Flachsgarten" hervor: "Har" ist die altdeutsche Bezeichnung für Flachs, "garde" war ein eingezäuntes Stück Land im Sinne eines heutigen Gartens. Der 100 Einwohner zählende Weiler hatte bisher kein eigenständiges Wappen, was sich jetzt änderte. Der Entwurf stammt von Christian Credner. Er schuf nach viel Quellenstudium das viergeteilte Ortswappen. Es enthält die Symbole Haspel, Flachsblüte, Ähre und Eichel als Hinweise auf die Landwirtschaft und die Herkunft des Ortsnamens. Ortsbürgermeister Günter Weber dankte Credner für die erstellte Arbeit und eine großzügige Spende, ebenso Peter Weiland aus Irrhausen für die künstlerische Ausgestaltung. Das Wappen wurde aus weißem luxemburgischem Sandstein gefertigt und ziert nun das Gemeindehaus in der Ortsmitte. "Wir sind stolz auf diesen Gewinn", sagte Weber.