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Älter werden im Eifelkreis

Älter werden im Eifelkreis

Im ländlich geprägten Eifelkreis Bitburg-Prüm ist Mobilität ein wichtiges Thema, besonders für Senioren. Damit sie auch an gesellschaftlichen Aktivitäten teilnehmen können, bietet der Seniorenratgeber, der 2011 neu erscheinen soll, umfassende Informationen über die Angebote.

Bitburg/Prüm. "Wer etwas für andere tut, hat selbst keine Zeit, alt zu werden", könnte das Motto der ehrenamtlichen Mitarbeiter sein, die sich für Senioren im Kreis einsetzen. Denn viele der Menschen, die sich für die ältere Generation engagieren, sind selbst Senioren.

Durch die eigene Initiative entsteht eine breite Auswahl an Angeboten. Dazu gehören Seniorentage, Bildungsangebote zum Thema Surfen im Internet, Ausflugsfahrten, Literaturtreffs, Wanderungen, Vorlesestunden, Seniorengymnastik und Singen.

Eine Übersicht mit detaillierten Informationen zu den Ansprechpartnern im Bildungsbereich, zu Freizeitmöglichkeiten und Sportprogrammen, in der Pflege und der Betreuung findet sich im Seniorenratgeber, der zuletzt 2004 herausgegeben wurde. 2011 soll er neu erscheinen. Der Ratgeber listet mögliche Aktivitäten wie Reiseangebote ebenso auf wie kulturelle Angebote und Beratungsstellen.

In der Neuauflage sollen Änderungen, die sich zum Beispiel durch die Pflegereform ergeben haben, berücksichtigt werden. Auch E-Mail- und Internet-Adressen der Ansprechpartner sowie Informationen zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sollen eingefügt werden. Die Präsentation des Seniorenratgebers soll voraussichtlich im Mai 2011 mit einer Infobörse verbunden werden.

Keine Busverbindung in den Schulferien



Dabei ist es bei allen vorgestellten Aktivitäten wichtig, dass ein Fahrdienst für die Senioren angeboten wird, denn das Thema der Mobilität im Alter hat im ländlich geprägten Eifelkreis Bitburg-Prüm eine besondere Bedeutung. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Arbeitskreis Mobilität des Seniorenbeirates eigens mit diesem Thema.

"Besonders wichtig ist für Senioren, dass sie Ärzte, Apotheken, Behörden und Einkaufsmöglichkeiten in den Kerngebieten besuchen und nutzen können", sagt Werner Jansen, der Vorsitzende des Seniorenbeirates. Die einzige Möglichkeit, um von einigen Ortsgemeinden in die Stadt zu gelangen, sei für Senioren momentan häufig der Schulbus, der noch dazu in den Ferienwochen wegfalle. Deshalb soll daran gearbeitet werden, wie ein Bürgerbus eingerichtet werden könnte.

Welche Möglichkeiten es dabei gibt und welche rechtlichen Bedingungen jeweils beachtet werden müssen, soll noch geklärt werden.