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Ärztemangel: Bund und Land muss handeln

Gesundheit : Bund und Land müssen handeln

Bei der Lösung des Ärzteproblems in der Eifel ist nicht nur der Kreis gefragt.

Ob die Suche des Eifelkreises Erfolg haben wird, ist Glückssache. Vielleicht findet sich der ein oder andere Arzt für eine Eifeler Praxis – vielleicht auch nicht. Bemerkenswert ist bei dieser Aktion aber, dass der Kreis überhaupt etwas tut – anders als Bund und Land. Dabei ist das Problem lange bekannt. Anders als der Kreis hätten diese  das Kleingeld und die Entscheidungsgewalt, um jungen Medizinern den Beruf des Landarztes wieder schmackhaft zu machen.

Es braucht Stipendien für Medizinstudenten, die sich auf dem Land niederlassen wollen. Und es braucht eine Absenkung des Numerus Clausus, der zu viele fähige Köpfe vom Studiengang ausschließt. Es braucht aber auch finanzielle Anreize und flexiblere Arbeitszeitmodelle. Dazu könnte die Kassenärztliche Vereinigung einen Beitrag leisten. Ein Anfang wäre es, der Ärztegenossenschaft endlich den Weg freizumachen.

Wenn all das nicht passiert, wird der Mangel sich verschärfen. Aktionen wie die des Eifelkreises können  helfen, die ein oder andere Stelle kurzfristig zu besetzen. Eine langfristige Lösung muss aber bundespolitisch gewollt und durchgesetzt werden.

c.altmayer@volksfreund.de