Alarm wegen Huskies

RITTERSDORF/BITBURG. (red) Am Dienstagabend wurde die Polizei alarmiert, weil bei Rittersdorf zwei Wölfe oder wolfsähnliche Tiere unterwegs seien. Die Tiere hätten Hunde angefallen und seien gefährlich.

Als die Beamten in Rittersdorf eintrafen, stellte sich heraus, dass die "Wölfe" Huskies waren. Einer der Hunde lag verletzt vor einem Haus und hatte sich hinter Gasflaschen verängstigt verkrochen, das zweite Tier lief verängstigt um ein Haus im Neubaugebiet Im Wiesengrund - wie sich herausstellte, handelte es sich um das Haus des Hundebesitzers, einem US-Soldaten vom Flugplatz Spangdahlem. Die beiden Hunde hatten zuvor einen kleinen Hund einer anderen Familie angegriffen. Die Reaktion des Hundebesitzers, der mit seinem Auto nach Hause zurückkehrte: Da er befürchtete, dass die beiden Hunde auch ihn angreifen würden, fuhr er mit seinem Fahrzeug auf die Tiere zu, erfasste einen der Hunde und rutschte anschließend mit dem Wagen gegen eine Begrenzungsmauer und einen Lattenzaun. Es entstand ein Sachschaden von 1500 Euro. Der verletzte Husky verkroch sich nun hinter den Gasflaschen, während das unverletzte Tier davonlief. Erst nach dem Eintreffen des Besitzers, der von der Polizei angerufen wurde, konnte das Tier in eine Box "verstaut" werden. Die freilaufenden Tiere hatten zuvor auf einem weiteren Anwesen einen Hund angegriffen. Auch hier konnten keine Verletzungen festgestellt werden. Die Tiere, das ergaben die ersten Ermittlungen, waren in der Garage des Hundebesitzers sicher verwahrt. Offensichtlich waren sie an den elektrischen Toröffner gesprungen, wodurch sich das Garagentor öffnete. Nun prüft die Polizei, ob Verstöße gegen rechtliche Bestimmungen vorliegen. Die zuständige Verwaltung, die VG Bitburg-Land, muss prüfen, ob es sich um gefährliche Hunde nach der Gefahrenabwehrverordnung handelt. Grundsätzlich ist ein Freilaufen von Hunden nicht verboten. Für die Gemarkung Rittersdorf besteht kein Leinenzwang. Ebenso ermittelt die Polizei, ob ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. Die Bewertungen von Zeugen und Betroffenen vor Ort waren recht unterschiedlich. Während einige von gefährlichen Tiere sprachen, sagten Nachbarn aus, dass die Tiere völlig harmlos und lieb seien und bisher keinerlei Auffälligkeiten festgestellt wurden.

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