Alle Mann nach Prüm

Das Vermessungs- und Katasteramt des Eifelkreises Bitburg-Prüm wird mit sämtlichen Beschäftigten in der Abteistadt angesiedelt (der TV berichtete). Mittlerweile steht auch der Termin fest: Der Umzug der Bitburger Mitarbeiter soll zum 1. Mai über die Bühne gegangen sein.

Umzug in Gegenrichtung: Nachdem das ehemalige Kulturamt Prüm mit allen Mitarbeitern 2009 zum Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Eifel in Bitburg gewechselt ist, sollen im Frühling nun einige Behörden-Beschäftigte aus Bitburg in die Abteistadt ziehen: Das Vermessungs- und Katasteramt wird voraussichtlich vom 1. Mai an mit allen 55 Mitarbeitern im Prümer Behördenhaus in der Teichstraße residieren.

"Ich gehe einmal davon aus, dass das klappt", sagt Nikolaus Marder, der Leiter des Katasteramts: Denn bevor die 17 Kollegen aus Bitburg in der Teichstraße einziehen können, müssen noch die Räume des ehemaligen Zahntechniklabors im zweiten Trakt des Behördenhauses umgebaut und eingerichtet werden.

Kosten für den Umbau liegen "im sechsstelligen Bereich"

Sucht einen Käufer und eine neue Nutzung: das ehemalige Kulturamt in Prüm. TV-Foto: Archiv/Christian Brunker.



Ein Teil der Arbeiten ist bereits erledigt, das Amt erhielt zusätzliche Archivräume. "Im kommenden Arbeitsschritt wird mit dem Rückbau des Dentallabors zu Büroflächen sowie der Herrichtung des Bürobestandes begonnen", sagt Markus Ramp, Pressesprecher des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) Rheinland-Pfalz.

Zu den voraussichtlichen Kosten gibt es keine exakten Angaben, sie sollen "im sechsstelligen Bereich" liegen. Das jedoch sei immer noch billiger, als das alte Kulturamt umzubauen und technisch aufzurüsten.

Denn ursprünglich sollte die Behörde komplett in dieses Gebäude in der Oberbergstraße umgesiedelt werden (der TV berichtete). Der LBB will das Gebäude inzwischen aber verkaufen, demnächst werde das Bieterverfahren eingeleitet, sagt Ramp.

Das zweite, kleinere Gebäude in der Oberbergstraße 20 ist inzwischen nicht mehr im Besitz des Landes: Ein Privatmann aus der Verbandsgemeinde Prüm hat es gekauft.

Was aus dem größeren Bau mit der Hausnummer 14 wird, bleibt also vorerst ungewiss. "Das liegt mir schon im Magen: So ein großes Haus, und keiner kauft es", sagt Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. "Man muss sich schon Gedanken machen, wie es da weitergeht." Tatsächlich habe sie eine Zeit lang überlegt, ob nicht die Stadt das Gebäude kaufen und den Kindergarten dort unterbringen solle. Denn die Einrichtung in der Regino-Straße wird mehr Platz brauchen, wenn dort künftig auch Kinder unter drei Jahren betreut werden sollen. "Aber erwerben und umbauen ist einfach zu teuer", sagt die Bürgermeisterin.

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