Alle tanzen nach Ratinhos Pfeife

Alle tanzen nach Ratinhos Pfeife

Tipps und Tricks vom Profi - das haben sich 64 Mädels und Jungs vom Besuch des ehemaligen Bundesliga-Profis Ratinho auf dem Sportgelände des SV Kyllburg erhofft. Das Training des Deutschen Meisters von 1998 kam gut an.

Kyllburg. Ein gellender Pfiff, und alle bleiben sofort stehen auf dem Rasenplatz in Kyllburg: Der Mann mit der Pfeife ist Everson Rodrigues, besser bekannt als Ratinho. Der ehemalige Spieler des 1. FC Kaiserslautern erklärt die nächste Übung.
Antritt, Antäuschen, Abschluss. Alles klar? Ratinho pfeift und schon setzen sich die Jungs und Mädels in Bewegung. Alle tanzen nach Ratinhos Pfeife, schließlich ist die "Zaubermaus", so sein Spitzname aus Profitagen, mit dem FCK 1998 Deutscher Meister geworden. In Kyllburg will er nun sein Wissen an den Nachwuchs weitergeben.

Kontakt privat angebahnt


Antritt, Antäuschen, Abschluss - während die 64 Kinder auf dem Rasen ihr Können zu verbessern versuchen, steht der erste Vorsitzende des SV Kyllburg, Alexander Schon, am Rand und beobachtet das muntere Gewusel auf dem Platz. "Wir wollten unseren Kindern etwas Besonderes bieten", erklärt Schon die Einladung von Ratinhos Fußballschule Ratinho Kids Kick nach Kyllburg. Über privaten Kontakt zum ehemaligen Bundesliga-Profi war dieses Sommertrainingslager für den Nachwuchs auf den Weg gebracht worden.
Gleich zu Beginn der Sommerferien konnten sich die Mädels und Jungs im Alter zwischen sechs und 14 Jahren über das Training mit dem Meister von 1998 freuen. "Die meisten Kinder kennen Ratinho ja gar nicht mehr", sagt Schon und lacht: "Die Eltern der Kinder aber dafür schon." Vor Jahren hatten die Kyllburger laut ihrem Vorsitzenden die Charly-Körbel-Fußballschule zu Gast, "das war ein toller Erfolg. Deshalb wollten wir ihnen in diesem Jahr wieder so etwas bieten." Die Kyllburger Verantwortlichen haben keine Hintergedanken, was das Scouting von Talenten angeht. "Die meisten der Kinder spielen schon bei uns im Verein", erklärt Schon.

"Der Spaß ist das Wichtigste"


In der Zwischenzeit hat Ratinho auf dem Platz einen kleinen Wettbewerb angezettelt. Hält der Torhüter die angesagte Zahl an Schüssen, dann müssen die Schützen zehn Liegestützen machen. Ausgerechnet Ratinho verschießt den letzten Ball, nun zählt der Keeper fleißig mit und schaut, wie Ratinho und seine Kameraden ihre Strafe absolvieren.
"Der Spaß ist das Wichtigste", erklärt der ehemalige Bundesligaprofi schweißgebadet. Eigentlich wolle er ja nur Hilfestellungen geben und nicht aktiv in das Geschehen eingreifen. "Die Kinder sollen schon was lernen", sagt Ratinho und erklärt, dass es auf die rechte Balance zwischen ernsthaftem Training und lockerem Spaß ankommt. Die Jugendlichen sind von dieser Mischung aus Anspannung und Lockerheit angetan. Derweil hat die "Zaubermaus" wieder zur Pfeife gegriffen, gleich ist Mittagspause.Extra

Chantal, 12 Jahre: Das Training macht Spaß. Ich will alles lernen, um eine gute Spielerin zu werden. Klara, 12 Jahre: Bisher waren es gute Einheiten, zwar relativ einfach, aber da kommt bestimmt noch etwas. Felix, 7 Jahre: Spielen und Toreschießen will ich hier erleben und von allem mehr lernen. Yannik, 10 Jahre: Spielen und dribbeln macht mir besonders viel Spaß. Ich will alles lernen, um besser zu werden. jörExtra

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