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Alleine nur noch selten einsatzbereit

Alleine nur noch selten einsatzbereit

MECKEL. Seit knapp einem Jahr ist Berthold Reichertz Feuerwehrinspekteur des Kreises Bitburg-Prüm. Der 50-Jährige steht vor der Herausforderung, gemeinsam mit den Feuerwehrleuten die Wehren fit zu machen für die Zukunft. Angesichts der finanziellen Lage der Kommune eine schwierige Aufgabe.

Ohne Absprachen geht nichts mehr. "Man muss schon heute bei den Alarmierungsplänen berücksichtigen, dass aufgrund der bestehenden Risikoklassen die umliegenden Wehren mit alarmiert werden", sagt Berthold Reichertz. Er ist seit fast 35 Jahren Feuerwehrmann und seit knapp einem Jahr Kreisfeuerwehrinspekteur des Landkreises Bitburg-Prüm. Reichertz ist der "Chef" von rund 4300 Männern und Frauen im Kreis, die ehrenamtlich im Brandschutz und bei Hilfeeinsätzen tätig und in 214 Feuerwehreinheiten organisiert sind. Diese Zahl "zeigt, wie groß das Engagement ist", sagt Reichertz, sie bringt aber auch Probleme mit sich. Einige der Feuerwehrfahrzeuge sind alt und müssten ersetzt werden. "Spezielle Fahrzeuge wie Gefahrstoff-Einsatzfahrzeuge oder Großtank-Löschfahrzeuge werden als Kreisfahrzeuge zur Verfügung gestellt", sagt Reichertz. Da stehe mindestens ein Fahrzeug zur Neuanschaffung an. Doch nicht nur große Wehren brauchen Fahrzeuge, sondern auch kleinere Ortswehren. Deshalb wurde auf Initiative des plötzlich verstorbenen Kreisfeuerwehrinspekteurs Leo Hilden der Gerätewagen Tragkraftspritze (GWTS) entwickelt. "Insgesamt gibt es elf GWTS im Kreis. Es werden einige folgen. Problem an den Fahrzeugen ist aber, dass für die Wehren Folgekosten entstehen." Es seien auch einige TSF-W beantragt, die im Zusammenspiel mit anderen Fahrzeugen eingesetzt werden sollen. "Aber wir müssen mit einer Wartezeit von fünf bis sechs Jahren rechnen, ehe das Geld kommt", sagt Reichertz. Das gelte nicht nur für Fahrzeuge, sondern auch für Gerätehäuser. Die Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes findet heute, 19.30 Uhr, im Meckeler Gemeindehaus statt. Themen sind auch die Zukunfts-Aufgaben des Verbands.