"Allen Grund zum Dank"

WINTERSPELT. (js) Allen Grund zum Feiern hatte am Wochenende die Pfarrgemeinde Winterspelt: Seit 200 Jahren gibt es dort einen eigenständigen Pfarrstandort mit einem aktiven kichlich-gesellschaftlichen Leben.

Im Jahr 1803 wurde Winterspelt zur Pfarrei erhoben und dem Bistum Trier angegliedert. Bis zum diesem Zeitpunkt gehörten die "Pfarrkinder" zur Bleialfer Gemeinde. Die geräumige und äußerst schmucke Pfarrkirche wurde vor 104 Jahren erbaut, drei Jahre später, am 17. Juni 1902, feierlich konsekriert. Es folgten in den vergangenen Jahrzehnten aufwändige Sanierungsmaßnahmen (Der TV berichtete). Nachdem das Fest am Samstag mit einem zünftigen Dämmerschoppen begonnen hatte, läuteten die Glocken von St. Michael am Sonntag den Festtag ein. Pastor Werner Assmann zelebrierte ein feierliches Hochamt, das der Kirchenchor St. Cäcilia Winterspelt mitgestaltete. Pastor Assmann lobte Winterspelt "als lebendige Pfarrgemeinde" und dankte ausdrücklich für die Hilfeleistungen bei der Renovierung. Den Festtag verschönerte zunächst der Musikverein "Edelweiß" mit einem Frühschoppenkonzert, das überleitete zu Darbietungen des Kirchenchores Habscheid und des Männergesangvereins Habscheid. Für ihre Darbietungen ernteten die Musiker und Sänger großen Beifall. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Gerlinde Molitor, begrüßte und führte durch das Programm. Kultureller Höhepunkt war die Aufführung des Musicals "Joseph" durch den Kinder- und Jugendchor Winterspelt unter der Leitung von Maria Kaster. Die biblische Geschichte des Joseph wurde musikalisch und optisch modern "verpackt": "Israel-Fete", "Joseph-Disco" und "Kanaa-Cup": Die Vorstellung machte den jungen Künstlern viel Spaß. Die wichtigste Botschaft: Als Krönung die Versöhnung. Im weiteren Verlauf des Tages zeigte Werner Dellwing lustige Zaubertricks. Die Tanzgruppe der Karnevalsgesellschaft, der Kalimba-Kinderchor und die Tanzgruppe "Lollipop" aus Habscheid boten Unterhaltung. Die Kirmestänzer aus Duppach und das Musiktrio Johannes, Hans-Peter und Guido setzten den Schlusspunkt.